Укрінформ

In Mariupol veranstalten Besatzer eine propagandistische Aktion am Ort des Todes Hunderter Menschen

In Mariupol, einer Stadt, die zum Symbol des Leidens während des Krieges geworden ist, haben die Besatzer eine zynische Propagandaveranstaltung an dem Ort durchgeführt, an dem Hunderte Menschen ums Leben kamen.

In Mariupol, einer Stadt, die während des Krieges zum Symbol des Leidens geworden ist, haben die Besatzer eine zynische Propagandaveranstaltung an dem Ort durchgeführt, an dem Hunderte Menschen ums Leben kamen. Laut der ukrainischen Stadtverwaltung von Mariupol, die über Telegram kommunizierte, fand die Veranstaltung in der Nähe des sogenannten 'wiederhergestellten' Theaters statt, wo am 16. März 2022 russische Truppen Bomben abwarfen und dabei etwa 300 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, töteten.

Am heutigen Tag, dem 29. Dezember 2025, entrollten die Besatzer an diesem Ort eine 200 Meter lange Fahne der 'DNR'. Diese Aktion war anlässlich eines propagandistischen Feiertags der Besatzer, der als 'Tag der Proklamation der DNR' bekannt ist. Nach Angaben der Stadtverwaltung versammelten die Besatzer an dem Ort der Tragödie Jugendliche, darunter Mitglieder der sogenannten 'Jungen Garde' und Studenten lokaler illegitimer Hochschulen, die unter Gesang und Aufrufen das 'Befreiung des Donbass' feierten.

Die Stadtverwaltung betonte, dass solche propagandistischen Aktionen darauf abzielen, eine neue pseudo-historische Erinnerung unter der Jugend zu formen und eine verzerrte Version der Geschichte zu verbreiten. Sie wiesen darauf hin, dass derzeit Schüler und Studenten die Hauptziele der propagandistischen Beeinflussung sind: In Bildungseinrichtungen finden Unterrichtsstunden mit dem Titel 'Gespräche über Wichtiges' statt, der russische Hymne wird gesungen und an Universitäten wird zur Rekrutierung in die russische Armee aufgerufen.

Die Stadtverwaltung wies auch darauf hin, dass die Besatzer zynisch ihre 'Feierlichkeiten' an Orten von Tragödien abhalten. Sie erinnerten daran, dass sich in dem Gebäude des Theaters, wo der schreckliche Luftangriff stattfand, überwiegend Familien mit Kindern versteckten. Vor dem Theater schrieben die Menschen in großen Buchstaben das Wort 'KINDER', um auf die unschuldigen Opfer aufmerksam zu machen. Doch dies hielt die Russen nicht davon ab, trotz der großen Schriftzüge Bomben auf das Theater abzuwerfen, was zu massiven Opfern führte.

Darüber hinaus haben die russischen Besatzer in Mariupol die erste 'Jugendklasse' in einer Schule eröffnet, die in der sogenannten 'DNR' eingerichtet wurde, wobei das Hauptziel der Ausbildung die Militarisierung von Kindern ist. Dies zeugt von einem systematischen Ansatz zur Bildung einer neuen Generation, die im Geiste der russischen Propaganda erzogen werden soll.

Es sei daran erinnert, dass bei dem Luftangriff auf das Theater in Mariupol etwa 300 Menschen ums Leben kamen, was zu einem der tragischsten Momente des Krieges wurde. Die Besatzer nutzen weiterhin diesen und andere Orte von Tragödien für ihre propagandistischen Zwecke und versuchen, die Geschichte zu verzerren und menschliche Verluste abzuwerten.

Foto: Stadtverwaltung von ukrainischem Mariupol

Folgen Sie unseren Kanälen auf Telegram, Instagram und YouTube.