In Lwiw haben Chirurgen ein Kind gerettet, das mehrere Monate mit einer Batterie in der Speiseröhre lebte
In Lwiw haben Ärzte des Kinderkrankenhauses St. Nikolaus erfolgreich eine Operation an einem zweijährigen Mädchen durchgeführt, das mehrere Monate lang eine Lithiumbatterie in der Speiseröhre hatte.
In Lwiw, einer Stadt im Westen der Ukraine, haben die Ärzte des Kinderkrankenhauses St. Nikolaus eine bemerkenswerte medizinische Rettungsaktion durchgeführt. Ein zweijähriges Mädchen, das über mehrere Monate mit einer Lithiumbatterie in der Speiseröhre lebte, wurde erfolgreich operiert. Diese alarmierende Situation wurde durch eine Mitteilung des Krankenhauses auf der sozialen Plattform Facebook bekannt, die auch von der Nachrichtenagentur Ukrinform weiterverbreitet wurde.
Die besorgniserregenden Symptome des Mädchens traten zum ersten Mal im späten Herbst auf, als ihre Eltern bemerkten, dass sie Schwierigkeiten beim Schlucken hatte. Das Kind konnte nur pürierte Nahrung zu sich nehmen, was die Familie in große Sorge versetzte. In der Hoffnung auf eine schnelle Lösung suchten die Eltern medizinische Hilfe, doch die Ärzte konnten zunächst keine Anzeichen für das Vorhandensein eines Fremdkörpers im Körper des Kindes feststellen. Daraufhin konzentrierte sich die Behandlung auf die Möglichkeit einer Infektion, und das Mädchen erhielt ein Schmerzmittel auf Ibuprofen-Basis zur Linderung ihrer Bauchschmerzen.
Leider blieben die Symptome des Mädchens während des gesamten Winters unentdeckt und wurden fälschlicherweise anderen Erkrankungen zugeschrieben. Die Ärzte erwogen verschiedene Diagnosen, darunter Behandlungen gegen Würmer und entzündliche Prozesse. Währenddessen verschlechterte sich der Zustand des Kindes weiter, und die besorgten Eltern sahen sich gezwungen, neue Wege zur Lösung des Problems zu suchen.
Zu Beginn des Frühlings, nach monatelangen Beschwerden, drängten die Eltern erneut auf eine Untersuchung im Krankenhaus. Ein Röntgenbild offenbarte schließlich eindeutig das Vorhandensein eines Fremdkörpers in der Speiseröhre. Bei einer endoskopischen Untersuchung fanden die Ärzte heraus, dass eine runde Lithiumbatterie mit einem Durchmesser von 2,5 cm im Bereich der ersten physiologischen Verengung der Speiseröhre feststeckte. Um die Batterie herum hatten sich Schwellungen und Hypergranulationen der Schleimhaut gebildet, was auf eine langanhaltende Gewebeschädigung hinwies.
Angesichts der Komplexität der Situation und der hohen Risiken wurde das Kind umgehend in das Krankenhaus St. Nikolaus überwiesen, wo die Chirurgen mit der Operation begannen. Mithilfe eines Laryngoskops und spezieller Instrumente gelang es den Ärzten, den Fremdkörper sicher aus dem Körper des Mädchens zu entfernen.
Der Zustand der zweijährigen Patientin ist derzeit stabil, doch die Ärzte beobachten weiterhin ihre Gesundheit, da das Risiko von Komplikationen weiterhin besteht. Eine der häufigsten Komplikationen in solchen Fällen ist die Verengung der Speiseröhre an der Stelle der Verletzung. Daher überwachen die Mediziner den Zustand des Kindes sehr genau.
In einem Monat steht dem Mädchen eine Nachuntersuchung bevor, um zu bewerten, wie die Schleimhaut der Speiseröhre heilt und ob es zu Komplikationen gekommen ist. Diese Untersuchung wird ein wichtiger Schritt im Genesungsprozess des Kindes sein.
Es sei daran erinnert, dass Ukrinform zuvor über einen Fall in Lwiw berichtete, bei dem Ärzte einem 15-jährigen Mädchen ein Kilogramm Haare aus dem Darm entfernt haben. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer rechtzeitigen Konsultation medizinischer Einrichtungen bei Auftreten besorgniserregender Symptome.
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