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In Kiew großer Andrang bei der Premierenvorführung des Films "Auf der Überholspur": Dreharbeiten unter Beschuss in Charkiw

Am 2. April 2023 fand im Nationalen Kunstpalast "Ukraine" die Premierenvorführung des ukrainischen Films "Auf der Überholspur" statt, der am 9. April in die Kinos kommt. Die Veranstaltung zog zahlreiche Vertreter der Filmindustrie, des kulturellen Umfelds und der Medien an und verdeutlichte das große Interesse an dem Film.

Im Nationalen Kunstpalast "Ukraine" in Kiew wurde am 2. April 2023 der ukrainische Film "Auf der Überholspur" vorab präsentiert. Dieser Film, der am 9. April in die Kinos kommt, hat bereits im Vorfeld für viel Aufsehen gesorgt. Die Veranstaltung war gut besucht und zog zahlreiche Vertreter der Filmindustrie, des kulturellen Lebens, der Medien sowie zahlreiche prominente Gäste an, was auf das große Interesse an der Produktion hinweist. Der Abend wurde von Jewhen Janowitsch moderiert, und nach der Vorführung hatten die Zuschauer die Möglichkeit, mit dem kreativen Team und den Schauspielern zu sprechen.

Die Regisseurin des Films, Aljona Tymoschenko, äußerte in einem exklusiven Kommentar: "Wir hoffen sehr, dass die Zuschauer diese Geschichte fühlen und schätzen werden. In diesen Film wurde viel Arbeit investiert, und ich glaube, dass er qualitativ hochwertig, emotional und sehr aktuell ist." Laut Tymoschenko erzählt der Film "Auf der Überholspur" die Geschichte von Freunden, die sich während des Krieges in der Welt illegaler Autorennen wiederfinden. Im Mittelpunkt der Handlung stehen nicht nur Geschwindigkeit und Adrenalin, sondern auch Beziehungen, das Erwachsenwerden, Konflikte zwischen Eltern und Kindern sowie Entscheidungen und emotionale Spannungen, die durch die Rennen verstärkt werden.

Die Regisseurin teilte auch Details zu den Dreharbeiten mit und betonte, dass einige Szenen unter gefährlichen Bedingungen in Charkiw gedreht wurden. "Während der Dreharbeiten gab es einen heftigen Beschuss in Charkiw. Zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt alle in der U-Bahn, da wir gerade Nachtszenen in der U-Bahn drehten. Einige Mitglieder unseres Teams konnten nicht rechtzeitig hinunterkommen und erlitten Kratzer, weil die Explosion direkt an der Station stattfand, wo damals der gesamte Markt von Barabaschow brannte," berichtete sie.

Tymoschenko betonte, dass das Team die Rennszenen separat vorbereitete und die Schauspieler eine spezielle Ausbildung durchliefen. "Wir haben die Schauspieler gezielt vorbereitet. Sie absolvierten Kurse für extremes Fahren, um bereit zu sein, die Autos zu steuern und nicht nur einfache Tricks, sondern auch solche, die sie bewältigen können, auszuführen," erklärte die Regisseurin. Die Hauptdarsteller wurden durch ein Casting ausgewählt, wobei eine der wichtigsten Aufgaben darin bestand, eine organische Interaktion zwischen den Charakteren zu finden.

Die Hauptrolle der Alisa im Film spielt Iolanta Bohdjun, die ihre Teilnahme an dem Projekt als besondere Erfahrung und ihr Debüt bezeichnete. "Die Eindrücke sind großartig, denn es ist ein Projekt, das mit Liebe geschaffen wurde, und das ist das Wichtigste. Der Prozess war einfach grandios, es war so schön, so warm und so angenehm. Ich hoffe sehr, dass der Film großartig wird, und ich möchte mich unbedingt selbst von außen sehen, um meine Arbeit zu betrachten, denn es ist mein Debüt," teilte sie mit. Die Schauspielerin erinnerte sich auch an einen der schwierigsten Drehtage, als sie im Herbst am See drehten, als es kalt war und sie im Wasser stehen mussten.

Im Film spielen auch die Schauspieler Maria Saminina, Sofia Bajun und Tatjana Ostapenko mit. Unter den Gästen der Premierenvorführung war der Schauspieler, ehemalige Kulturminister und Vorsitzende des Komitees für den Nationalpreis der Ukraine namens Taras Schewtschenko, Jewhen Nytschuk. Er betonte die Bedeutung neuer ukrainischer Filme während des Krieges und sagte: "Jede ukrainische Premiere, besonders in diesen Zeiten, ist ein Ereignis der Hoffnung, des Glaubens daran, dass wir alles überwinden werden." Nytschuk hob auch die Wichtigkeit der genretechnischen Entwicklung des ukrainischen Films hervor und betonte, dass es wichtig sei, dass sich das ukrainische Kino in verschiedenen Richtungen weiterentwickle.

Der ehemalige Kulturminister Oleksandr Tkachенко, der ebenfalls bei der Vorführung anwesend war, bewertete die Perspektiven ukrainischer Filme positiv und sagte: "Meine Erwartungen an ukrainische Filme sind immer gut." Die Dichterin und Kulturmanagerin Tetjana Wlasowa wies auf das Ausmaß der Werbekampagne für den Film und das Interesse daran bereits vor dem Kinostart hin. "Ich habe diesen Film wahrscheinlich von Anfang an der Werbekampagne verfolgt und war von diesem Umfang beeindruckt," bemerkte sie.

Der Fernsehmoderator Hryhorij Reshetnik äußerte ebenfalls die Überzeugung, dass der Film beim Publikum erfolgreich sein wird, und betonte, dass es sich um einen Film über die Ukraine handelt. Der Ehemann der Regisseurin und ehemalige stellvertretende Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Kyrylo Tymoschenko, gab zu, dass er sich von Anfang an um das Projekt sorgte, aber an dessen Erfolg glaubte. "Wir müssen immer die Qualität sowohl des Films selbst als auch der Art und Weise, wie er präsentiert und beworben wird, verbessern," fügte er hinzu.

Der Film "Auf der Überholspur" kommt am 9. April in die Kinos. Die Premierenvorführung in Kiew zeigte, dass das ukrainische Genre-Kino auch in Zeiten des großen Krieges weiterhin die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht, was die Widerstandsfähigkeit und das kreative Potenzial der ukrainischen Künstler unter Beweis stellt.