„Das ist nicht unser Krieg“ – Starmer warnt vor Folgen aus dem Iran und ruft zu engeren Beziehungen zur EU auf
Der britische Premierminister Keir Starmer hat am Mittwoch, den 16. März 2026, bekräftigt, dass das Vereinigte Königreich nicht an dem Krieg zwischen den USA und Israel im Iran teilnehmen wird, während er gleichzeitig vor einer drohenden Krise für Großbritannien aufgrund der steigenden Kosten im Zusammenhang mit diesem Konflikt warnt.
Premierminister Keir Starmer hat am Mittwoch, den 16. März 2026, in einer Pressekonferenz in der Downing Street in London klargestellt, dass Großbritannien sich nicht an dem Krieg zwischen den USA und Israel im Iran beteiligen wird. Er warnte zudem vor den unvermeidlichen wirtschaftlichen Folgen, die dieser Konflikt für das Vereinigte Königreich mit sich bringen könnte. Die steigenden Kosten, die mit dem Krieg verbunden sind, könnten eine ernsthafte Belastung für die britische Wirtschaft darstellen.
Starmer kündigte außerdem an, eine Arbeitsgruppe aus 35 Ländern einzurichten, um die Straße von Hormuz, einen entscheidenden Seeweg für den Öltransport, der derzeit von Iran blockiert wird, wieder zu öffnen. Diese Initiative soll dazu beitragen, die maritime Sicherheit in der Region zu gewährleisten und die Stabilität im Persischen Golf zu fördern. Der Premierminister betonte die Notwendigkeit engerer Beziehungen zur Europäischen Union, nachdem Großbritannien 2020 aus dem Block ausgetreten war.
Inmitten der Kritik von US-Präsident Donald Trump, der Starmer als „Versager“ bezeichnete, weil er sich weigerte, amerikanischen Truppen die Nutzung britischer Militärbasen im Nahen Osten zu gestatten, bekräftigte Starmer seine Haltung. Trump hatte kürzlich auch angedeutet, dass die USA aus der NATO austreten könnten, was die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter verschärfen könnte.
„Zunächst möchte ich noch einmal betonen: Das ist nicht unser Krieg. Wir werden uns nicht in diesen Konflikt verwickeln lassen. Es entspricht nicht unseren nationalen Interessen“, erklärte Starmer laut einer Mitteilung seines Büros. Diese klare Positionierung soll den britischen Bürgern und der internationalen Gemeinschaft signalisieren, dass Großbritannien seine eigenen Interessen priorisiert.
Starmer fügte hinzu, dass die Koalition aus 35 Ländern in dieser Woche zusammentreffen wird, um Möglichkeiten zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zu erörtern. „In diesem Kontext prüfen wir alle diplomatischen Wege, die uns zur Verfügung stehen. Großbritannien hat bereits 35 Länder um sich versammelt, um gemeinsam die maritime Sicherheit im Persischen Golf zu fördern“, sagte er. Der britische Außenminister Yvette Cooper wird in dieser Woche ein Treffen einberufen, um die verfügbaren Optionen zu bewerten.
Berichten zufolge könnte die Koalition die USA ausschließen, trotz der Aufforderungen aus Washington, Europa um Hilfe bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zu bitten. Starmer stellte außerdem klar, dass die Koalition daran arbeiten wird, die Sicherheit der Seewege in der Region zu gewährleisten, um weitere Eskalationen des Konflikts zu vermeiden.
Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Region statt, wo der Krieg im Iran Besorgnis in vielen Ländern, einschließlich Großbritannien, ausgelöst hat. Starmer unterstrich die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Region, da jede Eskalation des Konflikts schwerwiegende Folgen für die gesamte Welt haben könnte. Die britische Regierung steht vor der Herausforderung, eine ausgewogene Außenpolitik zu verfolgen, die sowohl nationale Interessen als auch internationale Verpflichtungen berücksichtigt.