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Trump beschuldigt kurdische Vermittler, amerikanische Waffen für Protestierende im Iran angeeignet zu haben

Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, äußerte sich am 6. April zu einem Vorfall, bei dem eine Lieferung von Waffen für iranische Protestierende mutmaßlich von kurdischen Vermittlern unterschlagen wurde.

Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, trat am 6. April vor die Presse und sprach über die umstrittene Lieferung von Waffen, die für Protestierende im Iran bestimmt waren. Laut Trump habe die Waffe die Empfänger nicht erreicht, da sie von unzuverlässigen Vermittlern, vermutlich kurdischen, zurückgehalten wurde.

"Wir haben einige Waffen verschickt; sie sollten zum Volk im Iran gelangen. Wissen Sie, was passiert ist? Diejenigen, über die wir sie geschickt haben, haben sie für sich behalten. Ich bin sehr verärgert über eine bestimmte Gruppe von Menschen, und sie werden dafür einen hohen Preis zahlen", erklärte Trump und betonte sein Unverständnis über die Situation.

Es ist erwähnenswert, dass Trump bereits am Abend des 5. April in einem Interview mit Fox News angab, dass die USA versucht hatten, iranische Protestierende heimlich über kurdische Vermittler zu bewaffnen. Dies geschah einige Wochen vor dem Beginn des aktuellen Konflikts, während Washington noch Verhandlungen mit Teheran führte.

"Wir haben den Protestierenden Waffen geschickt, und es waren viele", fügte der Präsident hinzu und äußerte den Verdacht, dass die Kurden die Waffen für sich selbst behalten hätten. Diese Aussage sorgte für gemischte Reaktionen, da Vertreter der Kurden die Behauptung, amerikanische Waffen zur Bewaffnung iranischer Aufständischer erhalten zu haben, zurückwiesen.

Insbesondere der hochrangige Funktionär der bewaffneten Partei für ein freies Leben im Kurdistan (PJAK), Siamand Moeini, wies Trumps Äußerungen zurück und erklärte in einem Kommentar gegenüber dem Middle East Eye: "Soweit ich weiß, haben wir als PJAK nichts erhalten. Was andere betrifft, kann ich nichts dazu sagen."

Darüber hinaus äußerte sich auch die Koordinatorin für internationale Beziehungen der Partei für die Freiheit Kurdistans (PAK), Khana Yazdanpanah, in ähnlicher Weise. Sie betonte, dass sie nach wie vor "alte Kalaschnikows" besitzen, mit denen sie fünf Jahre lang gegen den IS gekämpft hätten, sowie Waffen, die die Terroristen nach ihrer Niederlage zurückgelassen hätten. "Momentan haben wir keine Waffen von den USA erhalten", fasste Yazdanpanah zusammen.

Diese Situation verdeutlicht die Komplexität der internationalen Beziehungen und militärischen Strategien, die die USA in ihrer Außenpolitik verfolgen, insbesondere im Kontext der Konflikte im Nahen Osten. Angesichts der jüngsten Ereignisse in der Region wird die Frage der Unterstützung und Bewaffnung der Protestierenden zunehmend relevanter, während die Vorwürfe von Missbrauch durch Vermittler die Lage zusätzlich komplizieren.