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Traditionelle Methode zur Berechnung des Body-Mass-Index als unzuverlässig erwiesen

Eine neue Studie italienischer Wissenschaftler zeigt, dass die traditionelle Methode zur Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) unzuverlässig ist und falsche Ergebnisse für mehr als ein Drittel der Erwachsenen liefert. Diese Ergebnisse werden auf dem Europäischen Kongress für Adipositas (ECO 2026) vorgestellt, was die Notwendigkeit unterstreicht, bestehende Ansätze zur Bewertung des Körpergewichts zu überdenken.

Die traditionelle Methode zur Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) hat sich als unzuverlässig erwiesen, da die Ergebnisse einer neuen Studie italienischer Wissenschaftler darauf hindeuten, dass dieser Ansatz falsche Werte für mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung liefert. Diese alarmierenden Daten werden auf dem bevorstehenden Europäischen Kongress für Adipositas (ECO 2026) präsentiert, was die Dringlichkeit verdeutlicht, die bestehenden Methoden zur Bewertung des Körpergewichts zu hinterfragen und zu überarbeiten.

Die Studie wurde von Forschern der Universitäten Verona, Modena und Reggio-Emilia durchgeführt und verwendete den sogenannten „Goldstandard“ der Diagnostik: die duale Energie-Röntgenabsorptiometrie (DXA). Mit dieser hochmodernen Methode konnten die Wissenschaftler feststellen, dass der BMI häufig Menschen falsch klassifiziert, indem er ihnen Übergewicht zuschreibt oder, im Gegenteil, tatsächliches Übergewicht nicht erkennt.

An der Studie nahmen 1351 Personen im Alter von 18 bis 98 Jahren teil. Die Forscher verglichen die standardisierten Kategorien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit den tatsächlichen Werten der Körperfettmasse. Es stellte sich heraus, dass unter den Personen, bei denen der BMI Übergewicht diagnostizierte, 34 % tatsächlich nur leicht übergewichtig waren. Die größte Fehlerquote fand sich in der Gruppe mit „Übergewicht“: Über die Hälfte der Teilnehmer (53 %) wurde fälschlicherweise in diese Kategorie eingestuft. Von diesen hatten 75 % tatsächlich ein normales Gewicht, während 25 % ein verborgenes Übergewicht aufwiesen.

Die DXA-Methode zeigte auch, dass 68 % der Personen, die der BMI als untergewichtig einstufte, tatsächlich im normalen Bereich lagen. Dies deutet darauf hin, dass die traditionelle Methode nicht nur den Gesundheitszustand der Menschen überbewertet, sondern auch unterschätzt.

Professor Marwan El Ghoch, einer der Autoren der Studie, hebt den Hauptnachteil des BMI hervor: die Vernachlässigung der Verteilung des Körperfetts und der Zusammensetzung der Körpergewebe. Obwohl der Anteil der Menschen mit Übergewicht laut beiden Methoden ähnlich erscheint (37 % laut DXA im Vergleich zu 41 % laut BMI), handelt es sich häufig um ganz unterschiedliche Personengruppen. Dies bedeutet, dass es gefährlich sein kann, sich ausschließlich auf den BMI zur Bewertung des Gesundheitszustands zu verlassen.

Die Autoren der Studie fordern eine Aktualisierung der staatlichen Gesundheitsrichtlinien und schlagen vor, genauere Instrumente wie die Messung der Hautfaltendicke oder das Verhältnis von Taille zu Größe in die Untersuchungen aufzunehmen. Dies würde helfen, eine Überbewertung oder das Ignorieren von Gesundheitsrisiken für Millionen von Bürgern zu vermeiden, was im Kontext der wachsenden Adipositasproblematik in der Gesellschaft von besonderer Bedeutung ist.

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