Ombudsmann erhielt im vergangenen Jahr fast 45.000 Anfragen zum Schutz der Menschenrechte im Sicherheits- und Verteidigungssektor
Der Ombudsmann der Werchowna Rada, Dmytro Lubinets, hat die Ergebnisse der Arbeit des Ombudsmannbüros im Jahr 2025 vorgestellt und dabei bemerkenswerte Zahlen zur Menschenrechtslage im Sicherheits- und Verteidigungssektor veröffentlicht.
Der Ombudsmann der Werchowna Rada, Dmytro Lubinets, hat die Ergebnisse der Arbeit des Ombudsmannbüros im Jahr 2025 bekannt gegeben, indem er Auszüge aus dem Jahresbericht in seinem Telegram-Kanal veröffentlichte. Laut den bereitgestellten Daten erhielt das Büro insgesamt 44.783 Anfragen, die sich auf den Schutz der Menschenrechte im Sicherheits- und Verteidigungssektor beziehen. Darüber hinaus wurden 59 Monitoring-Besuche durchgeführt, was auf eine aktive Tätigkeit in diesem wichtigen Bereich hinweist.
Lubinets betonte, dass einer der zentralen Aspekte der Arbeit des Büros die Rückkehr der Ukrainer in ihre Heimat sei. Seinen Angaben zufolge fanden im Jahr 2025 insgesamt 11 Austauschaktionen statt, durch die 3.435 Personen, darunter 3.180 Militärangehörige und 255 Zivilisten, befreit werden konnten. Seit Beginn der umfassenden Invasion sind insgesamt 8.669 Ukrainer, darunter 445 Zivilpersonen, nach Hause zurückgekehrt. Die Mitarbeiter des Ombudsmannbüros sind stets unter den Ersten, die diese Menschen empfangen und ihnen die notwendige Unterstützung bieten.
Der Ombudsmann wies zudem darauf hin, dass die Herausforderungen in diesem Bereich nicht abnehmen, das Büro jedoch aktiv nach Lösungen sucht, um die Situation zu verbessern. Lubinets legte besonderen Wert auf den Schutz der Rechte von Bürgern, die unter dem Krieg gelitten haben. Zum Ende des letzten Jahres waren 4.619.000 Ukrainer zu Binnenvertriebenen geworden, während sich weitere 8.488.000 Personen im Ausland aufhielten. Täglich sehen sich diese Menschen mit realen Schwierigkeiten konfrontiert, wie der Suche nach Wohnraum, Arbeit, Zugang zu medizinischen Dienstleistungen und Bildung.
Im Jahr 2025 gingen beim Ombudsmann 6.631 Anfragen von Binnenvertriebenen ein, 394 Anfragen von Bewohnern vorübergehend besetzter Gebiete sowie 137 Anfragen von Personen, die durch militärische Aggressionen geschädigt wurden. Das Büro führte 2.082 Monitoring-Besuche durch, um die Lebensbedingungen und den Zugang zu Dienstleistungen für diese Bevölkerungsgruppen zu überprüfen. Besonders Augenmerk wurde auf Schutzräume gelegt; im Rahmen dieser Überprüfungen wurden 1.066 Objekte inspiziert, was die Ernsthaftigkeit der Situation verdeutlicht.
Lubinets betonte auch die Probleme, die einer dringenden Lösung bedürfen. Dazu gehören das Fehlen einer strategischen staatlichen Politik für Binnenvertriebene und Kriegsopfer, das Fehlen eines administrativen Verfahrens sowie eines normativ festgelegten Ansatzes zur Nutzung von Dokumenten, die in vorübergehend besetzten Gebieten ausgestellt wurden. Zudem wurde auf das Fehlen eines umfassenden Systems zur Begleitung von Jugendlichen aus vorübergehend besetzten Gebieten hingewiesen sowie auf den eingeschränkten Zugang der Betroffenen zu Entschädigungsmechanismen für zerstörtes und verlorenes Eigentum.
Lubinets erklärte, dass Lösungen für diese Herausforderungen bereits heute notwendig seien. Er betonte, dass die Situation aktive Maßnahmen seitens des Staates und der Gesellschaft erfordere, um einen angemessenen Schutz der Rechte der vom Krieg betroffenen Menschen zu gewährleisten.
Wie von Ukrinform berichtet, erhielt das Ombudsmannbüro im Jahr 2025 insgesamt 6.127 Anfragen zu möglichen Verletzungen der Bürgerrechte während der Mobilisierungsmaßnahmen. Diese Daten unterstreichen die Bedeutung der Arbeit des Büros und die Notwendigkeit einer fortlaufenden Überwachung der Menschenrechtslage in der Ukraine.
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