DNA-Test bestätigt Schuld von Ted Bundy beim Mord an einem Mädchen vor über 50 Jahren
Ein DNA-Test hat bestätigt, dass Ted Bundy, der berüchtigte Serienmörder, in den Mord an Laura Ann Aime verwickelt ist, die vor über einem halben Jahrhundert tot aufgefunden wurde. Dies gab das Büro des örtlichen Sheriffs bekannt, basierend auf Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press.
Laura Ann Aime wurde etwa einen Monat nach ihrer Entführung tot am Straßenrand im American Fork Canyon aufgefunden. Sie war gefesselt, geschlagen und entblößt, was auf die Grausamkeit des Verbrechens hinweist. Ermittler hatten Bundy schon lange im Verdacht, da er bereits einen Ruf als Serienmörder hatte, der für den Tod vieler Frauen in den 1970er Jahren verantwortlich war.
Laut Polizei gestand Bundy vor seiner Hinrichtung in Florida im Jahr 1989, dass er für dieses Verbrechen verantwortlich sei, gab jedoch keine weiteren Details an, was den Fall über viele Jahre offen ließ. Bundy wurde mit dem Tod von mindestens 30 Frauen und Mädchen in mehreren Bundesstaaten in Verbindung gebracht, darunter Washington, Utah, Idaho und Colorado. Die Morde, die in Wohnheimen, Parks und anderen Orten verübt wurden, lösten landesweit Panik aus, und die Festnahme des Serienmörders wurde zu einem Ereignis, das die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog.
Die Ermittler bewahrten Beweismittel im Fall Aime auf, und forensische Experten konnten die Bereiche identifizieren, die ihrer Meinung nach die besten Chancen boten, geeignete DNA-Proben zu enthalten. Bo Mason, Kommissar des Utah Department of Public Safety, berichtete, dass das staatliche forensische Labor im Jahr 2023 eine neue DNA-Analysetechnologie erhielt, die es ermöglichte, das DNA-Profil eines Mannes zu identifizieren, das in die nationale Datenbank der Strafverfolgungsbehörden eingegeben wurde.
Diese DNA stimmte mit der DNA von Bundy überein, was einen wichtigen Schritt im Ermittlungsprozess darstellt. Laut Mason kann dieses Profil nun von anderen Strafverfolgungsbehörden verwendet werden, die Bundy mit anderen Morden in Verbindung bringen. Diese Entdeckung könnte helfen, weitere Fälle im Zusammenhang mit Bundy zu untersuchen und möglicherweise zu neuen Festnahmen führen.
Es ist unklar, wann genau Bundy mit seinen Übergriffen begann, aber bereits 1974 verschwanden im Bundesstaat Washington junge Frauen, viele von ihnen College-Studentinnen. Die Behörden waren noch mit diesen Fällen beschäftigt, als Bundy nach Salt Lake City zog, wo er begann, Menschen in den Bundesstaaten Utah, Idaho und Colorado zu töten. Zum Zeitpunkt des Mordes an Aime studierte Bundy Rechtswissenschaften an der Universität von Utah, was seiner kriminellen Aktivität eine ironische Note verlieh.
Im August 1975 wurde Bundy erstmals im Zusammenhang mit diesen Übergriffen festgenommen. Im folgenden Jahr wurde er wegen Entführung und Übergriffs auf ein Teenager-Mädchen in Utah, das entkommen konnte, für schuldig befunden. Für dieses Verbrechen wurde Bundy zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, und während seiner Haft wurde ihm auch ein Mord an einer Medizinstudentin vorgeworfen, der zuvor geschehen war.
Im Jahr 1977 wurde er zur Anhörung in dieser Angelegenheit nach Aspen, Colorado, gebracht, konnte jedoch aus der Haft entkommen. Er wurde eine Woche später wieder festgenommen, entkam jedoch erneut nach sechs Monaten, indem er die Decke seiner Zelle durchbrach. Nach seiner Flucht beging er mehrere weitere Morde, bevor er erneut verhaftet wurde und einige Jahre später hingerichtet wurde.
Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung neuer Technologien in der Kriminalistik, die helfen können, Fälle zu lösen, die jahrzehntelang ungelöst blieben. Wie Ukrinform berichtete, wurde im Jahr 2023 der 71-jährige Glynn Simmons in den USA freigelassen, der fast 50 Jahre zu Unrecht wegen eines Mordes inhaftiert war, den er nicht begangen hatte. Dies hebt erneut die Bedeutung von Genauigkeit in kriminaltechnischen Ermittlungen und den Einsatz modernster Technologien zur Herstellung von Gerechtigkeit hervor.