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Russischer Tanker Arctic Metagaz treibt unkontrolliert im Mittelmeer

Der russische Tanker Arctic Metagaz driftet derzeit ohne Besatzung und mit einer Ladung von verflüssigtem Erdgas im Mittelmeer und konnte nicht in den Hafen von Libyen geschleppt werden.

Der russische Tanker Arctic Metagaz, der sich momentan im Mittelmeer ohne Crew und mit einer Ladung von verflüssigtem Erdgas befindet, konnte nicht erfolgreich in den Hafen von Libyen geschleppt werden. Diese Informationen wurden am Donnerstag, den 2. April, vom libyschen Hafen- und Schifffahrtsamt veröffentlicht, das über den gescheiterten Versuch der Bergung des Schiffes berichtete.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, scheiterte der Versuch, den Tanker zu schleppen, aufgrund schwieriger Wetterbedingungen, die dazu führten, dass sich der Tanker vom Schlepper löste. Derzeit ist eine erneute Verankerung des Schiffes unmöglich, was ernsthafte Besorgnis bei den örtlichen Behörden auslöst.

„Der Tanker ist außer Kontrolle geraten“, erklärte das Amt und forderte andere Schiffe auf, sich von der Arctic Metagaz fernzuhalten, da dies zusätzliche Risiken für die Navigation in dieser Region mit sich bringen könnte.

Es sei daran erinnert, dass am 3. März bekannt wurde, dass der russische Tanker Arctic Metagaz, der für den Transport von verflüssigtem Erdgas vorgesehen ist, in Brand geraten war. Das Schiff gehört zur Schattenflotte Russlands und ist seit Anfang März ohne Besatzung. Es ist bekannt, dass der Tanker verflüssigtes Erdgas aus dem russischen Hafen Murmansk transportierte.

Die libysche National Oil Corporation berichtete Mitte März, dass sie eine Operation zur Bergung des Tankers in einen der Häfen des Landes organisiert hatte. Allerdings nähert sich der Tanker aufgrund starker Wellen und Wind weiterhin der libyschen Küste, was Besorgnis über mögliche Folgen auslöst.

Darüber hinaus haben Italien, Frankreich, Spanien und mehrere andere südeuropäische Länder der Europäischen Kommission vor einer „unvermeidlichen und ernsthaften Bedrohung einer großen Umweltkatastrophe“ durch den Tanker Arctic Metagaz gewarnt. Die Behörden dieser Länder äußern Besorgnis über die potenziellen Folgen eines Lecks gefährlicher Ladungen im Meer.

Nach Schätzungen italienischer Beamter könnte sich an Bord des Tankers etwa 450 Tonnen schwerer Treibstoff und 250 Tonnen Diesel befinden, sowie eine unbestimmte Menge Gas, von der ein Teil möglicherweise bereits regasifiziert und in die Atmosphäre entweicht. Diese Situation birgt ernsthafte Risiken für die Umwelt der Region.

Das russische Verkehrsministerium behauptet, dass der Tanker Arctic Metagaz von ukrainischen Marine-Drohnen angegriffen wurde, jedoch hat die offizielle Regierung in Kiew diese Informationen bisher nicht kommentiert. Dies unterstreicht nur die Spannungen in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland, insbesondere im Kontext des anhaltenden Konflikts.

Somit bleibt die Situation mit dem Tanker Arctic Metagaz angespannt, und die weitere Entwicklung könnte sowohl ernsthafte Auswirkungen auf die Umwelt als auch auf die Sicherheit der Navigation im Mittelmeer haben.