Syrien deutet Umwandlung russischer Basen in Militärschulungszentren an
Am Dienstag, den 24. Oktober, hat Syrien angedeutet, zwei russische Militärbasen im Land in Ausbildungszentren für die eigene Armee umwandeln zu wollen. Diese Aussage wurde von Präsident Ahmad al-Sharaa während einer Rede im Royal Institute of International Affairs 'Chatham House' in London gemacht.
Am Dienstag, den 24. Oktober, hat Syrien angedeutet, zwei russische Militärbasen im Land in Ausbildungszentren für die eigene Armee umwandeln zu wollen. Diese Aussage wurde von Präsident Ahmad al-Sharaa während einer Rede im Royal Institute of International Affairs 'Chatham House' in London gemacht.
Al-Sharaa betonte, dass von den einst zahlreichen Militärbasen, die in Syrien existierten, nur noch zwei übrig geblieben sind. Diese sollen nun in Ausbildungszentren für die syrischen Streitkräfte umgewandelt werden. 'Von den vielen Basen sind nur noch zwei übrig, und wir versuchen, sie in Trainingsbasen für die syrische Armee umzuwandeln', sagte er, wie in einem Video festgehalten, das von einem syrischen Journalisten veröffentlicht wurde.
Der Präsident erwähnte die Luftbasis Chmeimim in Latakia sowie die Marinebasis Tartus, die an der Mittelmeerküste liegen. Diese Basen sind die einzigen militärischen Einrichtungen Russlands im Mittelmeerraum und spielen eine entscheidende Rolle in den russischen Operationen in Afrika.
Die ständige militärische Präsenz Russlands in Syrien wurde mit dem ehemaligen Diktator Bashar al-Assad vereinbart, der im Dezember 2024 gestürzt wurde und Zuflucht in Moskau fand. Nach dem Sturz Assads zog Russland schrittweise seine Truppen von Basen und Posten im gesamten Syrien ab, obwohl geschätzt wird, dass an den beiden Basen weiterhin Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von Militärangehörigen verbleiben, nach mehreren Verhandlungsrunden mit der neuen Administration.
Allerdings gab Al-Sharaa keine konkreten Details darüber preis, wie diese Umwandlungen genau erfolgen sollen und ob russische Soldaten weiterhin zur Unterstützung bei der Ausbildung der syrischen Armee verbleiben werden. Er hob zudem hervor, dass Damaskus die Beziehungen zu Moskau aufgrund historischer Verbindungen aufrechterhält und bestätigte damit frühere Kommentare, dass er eine militärische Zusammenarbeit mit Russland nicht ausschließt, da die syrische Armee stark von russischer Waffentechnologie abhängig ist.
Die Aussage des syrischen Präsidenten hat das Interesse internationaler Beobachter geweckt, da sie auf eine mögliche Veränderung der Militärstrategie des Landes hindeuten könnte. Dies geschieht in einem Kontext, in dem Syrien versucht, die Kontrolle über seine Territorien nach Jahren des Konflikts zurückzugewinnen. Es ist wichtig zu betonen, dass Syrien weiterhin Unterstützung von verschiedenen internationalen Akteuren sucht, einschließlich Russland, das nach wie vor ein Schlüsselverbündeter von Damaskus bleibt.