Ukrainische Streitkräfte greifen russische Raffinerie in 1400 km Entfernung an
Am 1. und 2. April führten die ukrainischen Streitkräfte erfolgreiche Angriffe auf wichtige Objekte der russischen Besatzungstruppen durch, darunter eine Raffinerie, die sich etwa 1400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt befindet.
Die ukrainischen Streitkräfte haben am 1. und 2. April 2023 eine Reihe erfolgreicher Angriffe auf strategisch wichtige Ziele der russischen Besatzung durchgeführt. Unter den angegriffenen Objekten befand sich eine Raffinerie, die sich in einer beachtlichen Entfernung von der ukrainischen Grenze, nämlich etwa 1400 Kilometer, befindet. Diese Informationen wurden am Freitag, dem 3. April, vom Generalstab der Streitkräfte der Ukraine veröffentlicht.
Nach den Angaben des Generalstabs wurde die Raffinerie Bashneft-Novoil in der Stadt Ufa, die in der Republik Baschkortostan in der Russischen Föderation liegt, angegriffen. Der Generalstab berichtete, dass die Attacke zu einem Treffer des Ziels führte, was wiederum einen Brand auf dem Gelände der Raffinerie zur Folge hatte. Besonders bemerkenswert ist, dass sich dieses Raffineriewerk in einer signifikanten Entfernung von der ukrainischen Staatsgrenze befindet, die etwa 1400 Kilometer beträgt.
Zusätzlich zur Raffinerie wurden die ukrainischen Streitkräfte auch gegen den Kuliwka-Übungsplatz in Nowopetrivka, der sich auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Region Saporischschja befindet, sowie gegen ein Munitionslager in Uspenivka, ebenfalls in der besetzten Region Saporischschja, aktiv. Darüber hinaus wurden Angriffe auf Ansammlungen feindlicher Truppen in Kotlyn, Schandryholowe in der Region Donezk und Berezove in Dnipropetrowsk durchgeführt. Die genauen Verluste des Feindes werden derzeit ermittelt, wie der Generalstab feststellte.
Am Morgen des 2. April griffen Drohnen die Raffinerie Bashneft-Novoil in Ufa an, was zu einem großflächigen Brand führte. Eine der Drohnen traf zudem ein Wohnhochhaus, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht. OSINT-Analysten der Gruppe CyberBoroshnо analysierten Videos des Brandes in der Raffinerie und bestätigten, dass der Angriff im Bereich der AVT-5-Anlage erfolgte, die eine Schlüsselrolle im Produktionsprozess der Erdölverarbeitung spielt.
CyberBoroshnо wiesen darauf hin, dass die AVT-Anlage die primäre Einrichtung zur Erdölverarbeitung ist und ohne ihre Funktionsfähigkeit eine weitere Verarbeitung unmöglich wird. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Produktionskapazitäten der Raffinerie haben. Der Leiter der Republik Baschkortostan, Radiy Khabirov, erklärte, dass die Luftabwehr „mehrere Drohnen“ während des Angriffs auf die Raffinerien abgeschossen habe, und Trümmer eines der Fluggeräte „in einem Industriegebiet“ niedergegangen seien, was auf aktive Maßnahmen der russischen Streitkräfte zum Schutz ihrer Objekte hinweist.
Am 3. April berichtete der russische Dienst von Radio Free Europe unter Berufung auf Satellitenbilder, dass bei dem Drohnenangriff auf die Raffinerie Bashneft-Novoil in Ufa die primäre Erdölverarbeitungsanlage AVT-5 beschädigt wurde. Dies unterstreicht erneut die Bedeutung dieses Objekts für die russische Erdölverarbeitungsindustrie.
Die Raffinerie Bashneft-Novoil gehört zu den größten Herstellern von hochwertigen Schmierstoffen in Russland, einschließlich Schiffs-, Hydraulik- und Motorölen. Die Kapazität zur primären Erdölverarbeitung dieser Raffinerie beträgt etwa sieben Millionen Tonnen pro Jahr, was sie zu einem wichtigen Element in der Energieinfrastruktur Russlands macht. Diese Angriffe könnten die Produktionsmöglichkeiten der Raffinerie erheblich beeinträchtigen und insgesamt die energetische Sicherheit des Aggressorstaaten gefährden.