USA warn Japan of potential delays in Tomahawk missile supply due to war with Iran — Bloomberg
Die Vereinigten Staaten haben Japan kürzlich über mögliche Unterbrechungen bei der Lieferung von etwa 400 Tomahawk-Raketen informiert, die bis März 2028 eintreffen sollten. Grund dafür ist der anhaltende Krieg mit Iran, der die amerikanischen Bestände erheblich belastet.
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Japan kürzlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass es möglicherweise zu Verzögerungen bei der Lieferung von rund 400 Tomahawk-Raketen kommen könnte, die ursprünglich bis März 2028 geliefert werden sollten. Diese Warnung wurde von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zuverlässige Quellen veröffentlicht. Der Hauptgrund für die potenziellen Lieferengpässe ist die anhaltende militärische Auseinandersetzung mit Iran, die die amerikanischen Rüstungsbestände stark beansprucht.
Ein Insider berichtete, dass die Vereinigten Staaten bereits Hunderte von Tomahawk-Raketen im Rahmen ihrer Angriffe auf Iran eingesetzt haben. Vor Beginn der militärischen Operationen verfügten die USA über etwa 4000 dieser Raketen, die sowohl ältere Modelle als auch Varianten zur Bekämpfung von Schiffen umfassten. Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Rüstungsfirma RTX im Jahr 2025 etwa 100 neue Raketen produziert hat und zudem rund 240 ältere Modelle auf den neuesten Standard Block V aufgerüstet hat.
Ein weiteres informierendes Quellenstück erklärte, dass aufgrund des Krieges ein Raketenvolumen verbraucht wurde, das mehr als dem zweijährigen Gesamtproduktionsvolumen entspricht. Der Vertrag mit Japan, der 2024 unterzeichnet wurde und einen Wert von 2,35 Milliarden US-Dollar hat, zählt zu den größten Aufträgen aus dem Ausland. Der japanische Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi bestätigte im März den Erhalt der ersten Lieferung von Tomahawk-Raketen. Dennoch berichteten zwei Quellen, dass Washington mitgeteilt hat, dass die Priorität derzeit auf der Sicherstellung der Lieferungen für den Krieg in Iran liegt.
Bloomberg hebt hervor, dass die Tomahawk-Raketen ein zentrales Element der neuen Strategie Tokios darstellen, die darauf abzielt, Japan mit langfristigen Schlagfähigkeiten auszustatten, um den Herausforderungen durch China und Nordkorea zu begegnen. Aktuell bleibt jedoch unklar, ob es ein Risiko gibt, dass die USA den Gesamtzeitrahmen bis März 2028 für die vollständige Lieferung nicht einhalten können, bedingt durch die erwarteten Verzögerungen im Zeitplan.
Koizumi und der Pentagon-Chef Lloyd Austin führten Mitte März zwei Telefonate, um den Konflikt im Iran zu erörtern. In den offiziellen Erklärungen zu diesen Treffen wurde das Thema der Tomahawk-Lieferungen nicht angesprochen. Laut Informationen von zwei Quellen wurde dieses Thema jedoch zumindest während eines der Anrufe angesprochen.
Bloomberg berichtet ebenfalls, dass die Bemühungen zur Steigerung der Produktion von Tomahawk-Raketen auf 1000 Stück, was das neue Ziel des amerikanischen Verteidigungsministeriums zusammen mit dem Hersteller RTX ist, Jahre in Anspruch nehmen könnten. Die US Navy hat für das laufende Finanzjahr lediglich 57 Raketen angefordert. Seit dem Finanzjahr 2021 haben die Vereinigten Staaten insgesamt nur 322 Tomahawk-Raketen erworben. In den Finanzjahren 2019, 2024 und 2025 hat die US Navy trotz zahlreicher militärischer Übungen mit den USA und China, die einen hohen Bedarf an diesen Raketen aufzeigten, keine neuen Tomahawk-Raketen gekauft.
Die Verbündeten der Vereinigten Staaten in Asien haben bereits Besorgnis über die Verlagerung amerikanischer Militärressourcen in den Nahen Osten geäußert. So wurden etwa 3500 Marinesoldaten und Matrosen, die in Japan stationiert sind, in diese Region entsandt, um potenziell an Kampfhandlungen im Krieg mit Iran teilzunehmen. Am 27. März berichtete die Washington Post unter Berufung auf informierte Quellen, dass die amerikanischen Streitkräfte in den vier Wochen des Krieges gegen Iran über 850 Tomahawk-Kreuzraketen abgefeuert haben. Dies hat unter einigen Pentagon-Beamten Besorgnis ausgelöst, da die Bestände an präzisionsgelenkten Munitionen schnell erschöpft werden.