Sicherheitsdienst der Ukraine schließt Ermittlungen zum Mordanschlag auf Sergej Sternenko ab: Frau, die schoss, wird wegen Hochverrats und versuchten Mordes angeklagt
Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat die Ermittlungen zu dem Mordanschlag auf den bekannten Freiwilligen und Aktivisten Sergej Sternenko abgeschlossen. Am Freitag, dem 3. April 2025, wurde die Anklageschrift an das Gericht übergeben, was in der ukrainischen Gesellschaft für großes Aufsehen sorgte.
Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat die Voruntersuchung im Fall des Mordanschlags auf den prominenten Freiwilligen und Aktivisten Sergej Sternenko abgeschlossen. Wie bekannt wurde, wurde die Anklageschrift am Freitag, den 3. April 2025, an das Gericht übergeben. Dieser Fall hat in der ukrainischen Gesellschaft für großes Aufsehen gesorgt, da Sternenko eine bekannte Persönlichkeit ist, die sich aktiv für Menschenrechte und gegen Korruption einsetzt.
Die Hauptverdächtige in diesem Fall, eine Frau, wird wegen mehrerer Artikel des Strafgesetzbuches der Ukraine angeklagt, darunter Artikel 111 (Hochverrat), 115 (vollendeter Mordversuch aus eigennützigen Motiven, begangen im Auftrag in vorheriger Absprache durch eine Gruppe von Personen) und 263 (Besitz und Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition). Für diese Vergehen drohen der Frau bis zu 15 Jahre Haft, was die Ernsthaftigkeit der Anklagen unterstreicht.
Nach den Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Frau, die in Kiew lebt, von russischen Geheimdiensten rekrutiert wurde. Im April 2025 begann sie auf Anweisung ihrer russischen Vorgesetzten, Sergej Sternenko zu überwachen. Zu diesem Zweck zog sie in denselben Wohnkomplex, in dem der Aktivist lebte, was auf eine sorgfältige Vorbereitung des Verbrechens hinweist.
Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Frau eine Makarow-Pistole mit Munition von unbekannten Personen im Gebiet von Kiew erhalten hatte. Danach erhielt sie von ihrem russischen Vorgesetzten den Auftrag, den Aktivisten zu liquidieren. Am 1. Mai 2025, als Sergej Sternenko sein Haus verließ, feuerte die Frau mehrere Schüsse ab, wobei eine Kugel ihm ins Bein traf. Dieser Angriff wurde durch das schnelle Handeln der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine gestoppt, die die Angreiferin am Tatort festnahmen.
Bei Durchsuchungen der Festgenommenen wurde ein Telefon gefunden, das Beweise für ihre Zusammenarbeit mit den russischen Geheimdiensten enthielt, sowie Komponenten für einen selbstgebauten Sprengsatz, die sie in einer anderen Wohnung aufbewahrte. Dies deutet darauf hin, dass die Frau nicht nur eine Ausführende war, sondern Teil eines größeren Plans, der darauf abzielte, die Situation in der Ukraine zu destabilisieren.
Sergej Sternenko, der zum Zeitpunkt des Angriffs als Berater des Verteidigungsministers der Ukraine tätig war, bestätigte, dass er angegriffen wurde und eine Schussverletzung erlitt. Nach dem Vorfall wurde der Aktivist operiert, und die Kugel, die ihm ins Bein traf, ging durch, was schwerwiegendere Folgen verhinderte.
Nach Informationen der ukrainischen Wahrheit wurde die Angreiferin, die 1979 geboren wurde, aus der Region Odessa stammend, jedoch zum Zeitpunkt des Angriffs in Kiew registriert und wohnhaft war. Am 2. Mai 2025 wurde ihr wegen zweier Artikel des Strafgesetzbuches der Ukraine – versuchter Mord und Hochverrat – der Verdacht mitgeteilt. Laut Angaben ihres Anwalts gestand die Frau ihre Schuld und erklärte sich bereit, mit den Ermittlungen zu kooperieren, was auf mögliche weitere Ermittlungen und die Aufdeckung anderer Personen, die an diesem Verbrechen beteiligt sind, hindeuten könnte.
Dieser Vorfall unterstreicht erneut die Bedrohungen, denen Aktivisten in der Ukraine ausgesetzt sind, insbesondere im Kontext äußerer Aggression und subversiver Aktivitäten durch russische Geheimdienste. Der Sicherheitsdienst der Ukraine setzt seine Arbeit fort, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und die nationalen Interessen des Landes zu schützen.