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Absage des 9. Mai Parades in Russland aufgrund neuer ukrainischer Raketenbedrohungen

In Russland wird über die mögliche Absage des traditionellen 9. Mai Parades diskutiert, da die Bedrohung durch neue ukrainische Raketen die Sicherheit dieser Massenveranstaltung gefährdet.

In Russland, wo die Spannungen zunehmen, haben sogenannte Militärblogger begonnen, aktiv über die Möglichkeit der Absage des traditionellen 9. Mai Parades zu diskutieren. Diese Überlegungen sind eng verbunden mit den Befürchtungen hinsichtlich neuer ukrainischer Raketen, die eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der geplanten Massenveranstaltungen darstellen könnten.

Diese Informationen wurden am 8. April durch Berichte in russischen Telegram-Kanälen bekannt, die darauf hinwiesen, dass die Paraden in Moskau und St. Petersburg möglicherweise abgesagt werden. Laut den Bloggern sei es nicht sinnvoll, solche Großveranstaltungen unter den Bedingungen einer Raketenbedrohung durchzuführen.

Ein Militärkorrespondent, Ilja Tumano, äußerte, dass die Absage des Parades einen erheblichen medialen Schlag versetzen würde, selbst wenn keine Rakete ihr Ziel erreichen sollte. Er berichtete, dass der Luftteil des Parades bereits abgesagt wurde und vermutete, dass die Veranstaltung auf einen anderen Termin verschoben werden könnte. Diese Annahme stützt sich auf die Tatsache, dass den Militärs am 5. April, dem Tag der geplanten Generalprobe für den Bodenanteil des Parades, angeblich befohlen wurde, zu ihren ständigen Standorten „bis auf Weiteres“ zurückzukehren.

Zusätzlich kamen Berichte über die Absage des Parades aus dem russischen Kaliningrad. Lokale Kanäle berichteten, dass die Paradeeinheiten zu ihren Basen zurückkehren. Allerdings gab es seitens der regionalen Behörden keine offiziellen Erklärungen zur Absage des Parades, was zusätzliche Fragen in der Öffentlichkeit aufwarf.

Der Kreml hat seinerseits keine klare Antwort auf die Fragen zur Durchführung des Parades am 9. Mai gegeben. Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, erklärte, dass „wir uns auf die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges vorbereiten“, präzisierte jedoch nicht, ob der Parade im gewohnten Format stattfinden wird.

Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund von Informationen statt, die die BBC im April 2025 veröffentlichte. Laut diesen Daten hat die Ukraine eine neue Rakete namens Bars entwickelt, die zur Klasse der Raketen-Drohnen gehört und eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern hat. Dies hat in den russischen Militärkreisen Besorgnis ausgelöst, da eine solche Waffe das Machtgleichgewicht in der Region erheblich verändern könnte.

Darüber hinaus berichtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Dezember 2025, dass das Land begonnen hat, eine selbst entwickelte ballistische Rakete namens Sapsan einzusetzen. Diese Nachrichten unterstreichen die wachsenden militärischen Fähigkeiten der Ukraine, die zweifellos die strategischen Entscheidungen Russlands bezüglich der Durchführung von Militärparaden und anderen Massenveranstaltungen beeinflussen.

Somit ist die Situation rund um die mögliche Absage des 9. Mai Parades in Russland nicht nur eine Frage der Innenpolitik, sondern auch Teil eines größeren Kontextes militärischer Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine. In Zeiten zunehmender Spannungen und neuer Bedrohungen sieht sich der Kreml gezwungen, seine Pläne zu überdenken, was ernsthafte Auswirkungen auf das Image des Landes auf der internationalen Bühne haben könnte.