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Absage des Wireless Festivals aufgrund des Einreiseverbots für Kanye West in das Vereinigte Königreich

Der Musikfestival Wireless, das vom 10. bis 12. Juli im Finsbury Park stattfinden sollte, wurde abgesagt, nachdem die britische Regierung Kanye West, der als Headliner auftreten sollte, die Einreise in das Land verweigert hat.

London, Großbritannien – Der Musikfestival Wireless, der ursprünglich vom 10. bis 12. Juli im Finsbury Park stattfinden sollte, wurde abgesagt. Grund für diese Entscheidung ist das Einreiseverbot für den US-amerikanischen Rapper Kanye West, der als Hauptact des Festivals geplant war. Die Organisatoren des Events bestätigten diese Information in einer offiziellen Erklärung und wiesen darauf hin, dass die Absage auf die Rücknahme von Wests Visum durch die britischen Behörden zurückzuführen ist.

Am 30. März gaben die Festivalorganisatoren bekannt, dass Kanye West an jedem Abend des Festivals auftreten würde und dabei eine dreitägige Reise durch seine bekanntesten Alben präsentieren würde. Diese Auftritte sollten seine ersten in Großbritannien seit über elf Jahren sein, und viele Fans hatten sich bereits auf dieses Event gefreut.

Jedoch veröffentlichten die Veranstalter am 7. April eine Erklärung, in der sie mitteilten, dass das britische Innenministerium das Visum von Kanye West zurückgezogen habe, was ihm die Einreise in das Land untersagte. Infolgedessen wurde das Wireless Festival abgesagt, und alle Ticketinhaber erhalten ihr Geld zurück. Die Organisatoren betonten zudem, dass sie vor der Buchung von West mit zahlreichen Interessengruppen Rücksprache gehalten hatten und zu diesem Zeitpunkt keine Bedenken geäußert worden seien.

In ihrer Erklärung hoben die Organisatoren hervor, dass Antisemitismus in all seinen Formen abscheulich sei und sie die realen und persönlichen Auswirkungen dieser Probleme anerkennen. Sie fügten hinzu, dass Kanye West sich bewusst sei, dass Worte allein nicht ausreichen, und er hoffe, die Möglichkeit zu haben, einen Dialog mit der jüdischen Gemeinde in Großbritannien zu beginnen.

Führende Vertreter der jüdischen Gemeinde in Großbritannien äußerten ihr Entsetzen über die Teilnahme von Kanye West am Festival. Ein Sprecher des Rates jüdischer Führer bezeichnete die Entscheidung, den Rapper einzuladen, als „verantwortungslos“ und betonte, dass die jüdische Gemeinschaft des Landes mit einem Rekordniveau an Antisemitismus konfrontiert sei. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan äußerte seine Besorgnis und erklärte, dass Wests frühere Äußerungen nicht die Werte der Stadt widerspiegelten.

Der britische Premierminister Keir Starmer äußerte sein tiefes Besorgnis über die bevorstehenden Konzerte von West im Land. Das Unternehmen Pepsi, das seit über zehn Jahren den Wireless Festival finanziert, gab ebenfalls bekannt, die Zusammenarbeit zu beenden, was den Druck auf die Organisatoren des Events weiter erhöhte.

Daraufhin forderten die Konservative Partei Großbritanniens und der Rat der britischen Juden die Regierung auf, West das Visum zu verweigern. Am 7. April entschied die britische Regierung, Kanye West die Einreise in das Land zu verbieten.

Diese Situation ist für den Rapper nicht neu. Im Jahr 2022 beendete die Firma Adidas die Partnerschaft mit Kanye West aufgrund seiner antisemitischen Kommentare. Im Jahr 2025 sorgte er für noch mehr Empörung, als er in einem Social-Media-Beitrag erklärte, er betrachte sich als Nazi und äußerte seine „Liebe“ zu Hitler, während er ein T-Shirt mit einem Hakenkreuz unter seiner Marke Yeezy veröffentlichte.

Infolgedessen wurde ihm auch die Einreise nach Australien verweigert. Ob West in Großbritannien ein ähnliches Schicksal ereilen wird, ließ ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber The Guardian offen, da sie in der Regel keine Einzelheiten zu spezifischen Fällen kommentieren.

Im Januar kaufte Kanye West eine ganzseitige Anzeige in der Zeitung The Wall Street Journal, in der er einen offenen Brief mit Entschuldigungen veröffentlichte. Er erklärte sein auffälliges Verhalten im Jahr 2025 damit, dass er sich in einem viermonatigen manischen Episode psychotischen, paranoiden und impulsiven Verhaltens befand, das sein Leben ruiniert habe. Im Jahr 2023 wurde bei ihm eine bipolare Störung vom Typ I diagnostiziert.

West äußerte zudem Bedauern über die Verwendung nationalsozialistischer Symbole und erklärte, dass er sich nicht als Nazi oder Antisemit betrachte. Dennoch bleibt die Situation um seine Person kompliziert, und die Reaktionen der Öffentlichkeit auf seine Äußerungen und Handlungen sorgen weiterhin für Empörung.