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Strafen für Arbeitgeber wegen Nichtbeschäftigung von Menschen mit Behinderungen steigen auf 317.000 Hrywnja

Im Jahr 2025 beträgt die durchschnittliche Strafe für Arbeitgeber, die die Anforderungen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nicht erfüllen, 317.000 Hrywnja. Diese Zahlen stammen aus dem Fonds für soziale Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und werden vom Dienst OpenDataBot zitiert.

Im Jahr 2025 hat die durchschnittliche Strafe für Arbeitgeber, die die gesetzlichen Anforderungen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nicht einhalten, einen Betrag von 317.000 Hrywnja erreicht. Diese Informationen wurden vom Fonds für soziale Unterstützung von Menschen mit Behinderungen bereitgestellt und beziehen sich auf Daten des Dienstes OpenDataBot.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Strafhöhe um 20 % gestiegen. Insgesamt wurden Strafen gegen mehr als 8.600 Unternehmen verhängt, wobei die Gesamtsumme der verhängten Strafen 2,76 Milliarden Hrywnja übersteigt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nach wie vor ein drängendes Thema für die ukrainische Wirtschaft darstellt.

Aktuell gibt es in der Ukraine 88.705 Unternehmen, die mehr als acht Mitarbeiter beschäftigen und damit unter die obligatorischen Vorgaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen fallen. Dies bedeutet, dass etwa 10 % aller Arbeitgeber die Anforderungen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im Jahr 2025 nicht erfüllt haben.

Zum Vergleich: Im Jahr 2023 lag dieser Anteil noch bei 17,5 %, und vor Beginn des umfassenden Krieges in der Ukraine betrug er lediglich 2,5 %. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Situation bezüglich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen seit Kriegsbeginn erheblich verschlechtert hat, und dass die staatlichen Anstrengungen in diesem Bereich einer weiteren Verbesserung bedürfen.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Anzahl der Unternehmen, die unter die gesetzlichen Vorgaben fallen, im Vergleich zum Jahr 2024 um 2 % gesunken ist. Dies könnte auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, einschließlich der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die das Land durchlebt, sowie auf Änderungen in der Gesetzgebung.

Wie bereits zuvor berichtet, gibt es in der Ukraine ein Kompensationsprogramm für Arbeitgeber, das die Kosten für die Schaffung inklusiver Arbeitsplätze abdeckt. Dieses Programm wurde im August 2023 ins Leben gerufen, und bis Anfang 2026 wurden bereits Mittel für 3.800 Arbeitgeber und 4.300 Beschäftigte bereitgestellt. Der Gesamtbetrag der im Rahmen dieses Programms gewährten Kompensationen belief sich auf 317 Millionen Hrywnja.

Insgesamt bleibt die Situation bezüglich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in der Ukraine kompliziert, und es sind weitere Anstrengungen seitens des Staates und der Wirtschaft erforderlich, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft zu fördern.