SBU erhebt Anklage gegen Kapitän eines "schattigen" russischen Schiffs
Die Sicherheitsbehörde der Ukraine (SBU) hat am 7. April Anklage gegen den Kapitän eines Schiffes erhoben, das zum "schattigen" Flottenverband der Russischen Föderation gehört. Dieses Schiff war in den Transport von Getreide und Erdölprodukten aus dem vorübergehend besetzten Krim involviert, was ernsthafte Besorgnis bei den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden auslöste.
Die Sicherheitsbehörde der Ukraine (SBU) hat am 7. April 2025 Anklage gegen den Kapitän eines Schiffes erhoben, das zum "schattigen" Flottenverband der Russischen Föderation gehört. Dieses Schiff war in den Transport von Getreide und Erdölprodukten aus dem vorübergehend besetzten Krim involviert, was ernsthafte Besorgnis bei den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden auslöste.
Nach Informationen der SBU wurde ein ausländisches Schiff, das zum russischen "schattigen" Flottenverband gehört, im Dezember 2025 in Odessa festgenommen. Es stellte sich heraus, dass der Frachter unter der Flagge eines afrikanischen Landes fuhr und sein Kapitän, der nun im Fokus der Ermittlungen steht, versuchte, eine Ladung von Stahlrohren aus dem Hafen von Odessa auszuführen.
Im Rahmen der Ermittlungen, die von der SBU durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass der Kapitän Ende 2024 einen sanktionierten Tanker im Hafen von Kerch, der vorübergehend besetzt ist, ansteuerte. Dort wurde das Schiff mit 2.000 Tonnen Flüssiggas beladen, das für den Export in Drittländer vorgesehen war.
Im Januar 2021 hatte derselbe Frachter illegal fast 7.000 Tonnen Getreide aus der Krim nach Nordafrika exportiert. Dies weist auf systematische Verstöße gegen die ukrainische Gesetzgebung und internationale Normen hin.
Um die Sanktionen während des Transports zu umgehen, wechselte der Kapitän ständig die Flaggen, unter denen das Schiff fuhr, und schaltete das automatische Identifikationssystem (AIS) aus, was die Entdeckung und Festnahme des Schiffs erschwerte.
Die Sicherheitsbehörde der Ukraine stellte ebenfalls fest, dass der Kapitän des "schattigen" Tankers ein Staatsbürger eines der Länder im Nahen Osten ist. Während der Festnahme des Schiffs in Odessa befanden sich 16 weitere Besatzungsmitglieder an Bord, die ebenfalls Staatsbürger der Region Naher Osten sind.
Bei Durchsuchungen des Schiffs wurden Reisepläne, Lotsenkarten, kartografische Materialien sowie Protokolle der Funküberprüfungen gefunden, die Beweise für den illegalen Zugang zu den Häfen der vorübergehend besetzten Krim enthielten. Diese Dokumente wurden zu wichtigen Beweismitteln in der Angelegenheit.
Bis heute haben die Ermittler der Sicherheitsbehörde der Ukraine dem festgenommenen Kapitän eine Anklage gemäß Teil 2 des Artikels 332−1 des Strafgesetzbuchs der Ukraine erhoben, der Verstöße gegen die Einreiseordnung in das vorübergehend besetzte Gebiet der Ukraine und die Ausreise aus diesem regelt. Nach diesem Artikel droht dem Kapitän eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Dieser Fall ist Teil einer umfassenderen Kampagne der ukrainischen Strafverfolgungsbehörden, die darauf abzielt, gegen illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit den besetzten Gebieten vorzugehen und die nationalen Interessen der Ukraine zu schützen.