Saida Mirziyoeva, Tochter des usbekischen Führers und seine Hauptassistentin, trifft sich mit Marco Rubio
Saida Mirziyoeva, die älteste Tochter des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoev und derzeitige Leiterin der Präsidialverwaltung, plant am Dienstag ein Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio. Diese Begegnung findet vor dem Hintergrund vertiefter Beziehungen zwischen den USA und Usbekistan statt.
Saida Mirziyoeva, die älteste Tochter des Präsidenten Usbekistans, Shavkat Mirziyoev, und gegenwärtige Leiterin der Präsidialverwaltung, wird am Dienstag ein Treffen mit dem US-Außenminister Marco Rubio abhalten. Diese wichtige Begegnung erfolgt in einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen Washington und Taschkent intensiver werden, während die USA die Krise im Hormus-Straße sowie die regionale maritime Sicherheit in den Fokus rücken.
Am Montag traf sich Saida Mirziyoeva in Mar-a-Lago mit dem Sondergesandten des US-Präsidenten Donald Trump für Südasien und Zentralasien, Sergio Gor. Diese Zusammenkunft hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hervor, insbesondere angesichts der wachsenden geopolitischen Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind.
Die 32-jährige Saida Mirziyoeva hat seit August 2023 das Amt der Präsidentenassistentin inne. Zuvor war sie für die Kommunikationspolitik in der Präsidialverwaltung zuständig. Ihre Ernennung zur Leiterin der Präsidialverwaltung im Juni letzten Jahres zeigt ihren zunehmenden Einfluss im politischen Leben des Landes und unterstreicht die Rolle junger Führungspersönlichkeiten in Usbekistan.
Analysten betrachten Mirziyoeva zunehmend als potenzielle Nachfolgerin ihres Vaters, obwohl verfassungsrechtliche Reformen es dem 68-jährigen Mirziyoev ermöglichen, bis 2037 im Amt zu bleiben. Diese Konstellation schafft eine interessante Dynamik im politischen Landschaft Usbekistans, wo junge Führungspersönlichkeiten beginnen, mehr Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Landes mitzuwirken.
Das Treffen mit Außenminister Rubio findet auch im Kontext wachsender wirtschaftlicher Verbindungen zwischen den USA und Usbekistan statt. Im November letzten Jahres empfing Präsident Trump Mirziyoeva zusammen mit anderen Führern Zentralasiens auf dem C5+1-Gipfel in Washington. Im Rahmen eines bilateralen Abkommens, das zwischen Washington und Taschkent unterzeichnet wurde, plant Usbekistan, in den nächsten drei Jahren 35 Milliarden Dollar in die USA zu investieren und über 100 Milliarden Dollar in verschiedenen Sektoren im kommenden Jahrzehnt.
Angesichts der Einschränkungen in der Hormus-Straße könnte Washington sich an Partner wie Usbekistan wenden, um alternative Handels- und Transitwege zu stärken, insbesondere den Transkaspischen „Mittleren Korridor“. Für Taschkent eröffnet dies die Möglichkeit, die Abhängigkeit von südlichen Zugangspunkten zu verringern, auch wenn der Handel mit dem Iran weiterhin wächst – um 40,5% in den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 – und sich als wichtigerer regionaler Partner für die USA in einem breiteren geopolitischen Spannungsfeld zu positionieren.
Diese Begegnung und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den USA und Usbekistan könnten erhebliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung haben, insbesondere im Kontext der wachsenden Herausforderungen, mit denen die internationale Gemeinschaft konfrontiert ist.