Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft: Klage gegen Schadensersatz in Höhe von 12 Millionen Hrywnja gegen "Zentrenegro" eingereicht
Die spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) hat eine Klage gegen zwei ehemalige hochrangige Beamte und den Direktor eines staatlichen Unternehmens eingereicht, die verdächtigt werden, erhebliche finanzielle Schäden für eines der größten Energieerzeugungsunternehmen der Ukraine, die Aktiengesellschaft "Zentrenegro", verursacht zu haben.
Die spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) hat am Montag, dem 23. Oktober 2023, über ihren Telegram-Kanal bekannt gegeben, dass sie eine Klage gegen zwei ehemalige hochrangige Beamte und den Direktor eines staatlichen Unternehmens eingereicht hat. Diese Personen stehen im Verdacht, durch ihr Handeln erhebliche finanzielle Schäden für die Aktiengesellschaft "Zentrenegro" verursacht zu haben, die zu den größten Energieerzeugern in der Ukraine zählt. Diese Entwicklungen sind besonders relevant im Kontext der Energiekrise, die durch die Aggression der Russischen Föderation ausgelöst wurde.
Die SAP hat in ihrem Bericht detaillierte Informationen über die Situation bereitgestellt. Unter den Verdächtigen befindet sich ein ehemaliger stellvertretender Minister für Energie, der auch als Volksabgeordneter und erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses der Werchowna Rada der Ukraine für Baufragen tätig war. Zudem wird der ehemalige Direktor des staatlichen Unternehmens "Ukrwugillja" erwähnt. Alle genannten Personen werden verdächtigt, in einer Verschwörung verwickelt zu sein, die zu erheblichen finanziellen Verlusten für den Staat geführt hat.
Nach Angaben der SAP wurde im Juli 2022 die Regierung der Ukraine damit beauftragt, dass das staatliche Unternehmen "Ukrwugillja" Kohle an bestimmte Stromproduzenten liefern sollte, darunter auch die Aktiengesellschaft "Zentrenegro". Diese Entscheidung wurde getroffen, um einen stabilen Verlauf der Heizperiode 2022/2023 zu gewährleisten. Während der vorläufigen Ermittlungen stellten die Detektive jedoch fest, dass der Endbesitzer eines privaten Unternehmens, in Absprache mit dem ehemaligen stellvertretenden Minister für Energie, den Direktor von "Ukrwugillja" dazu brachte, Kohle an genau dieses Unternehmen zu verkaufen, trotz bestehender Beschränkungen.
Es ist erwähnenswert, dass das private Unternehmen, das die Kohle erhielt, zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits Schulden in Höhe von über 50 Millionen Hrywnja hatte. Infolgedessen erhielt dieses Unternehmen fast 24.000 Tonnen Kohle, die es später zu einem höheren Preis weiterverkaufte und dadurch einen Gewinn von 20 Millionen Hrywnja erzielte. Somit profitierte das private Unternehmen erheblich, während die Aktiengesellschaft "Zentrenegro" ernsthafte Verluste erlitt.
Wie in der Mitteilung der SAP angegeben, hat die Aktiengesellschaft "Zentrenegro" 12.500 Tonnen Kohle nicht erhalten, die sie im Oktober 2022 zu einem deutlich höheren Preis zurückkaufen musste, als dies während der Vorbereitung auf die Heizperiode der Fall gewesen wäre. Dies führte zu einem Verlust von fast 12 Millionen Hrywnja für das Unternehmen. Die Handlungen der Verdächtigen haben somit nicht nur das Gesetz verletzt, sondern auch schwerwiegende finanzielle Konsequenzen für das staatliche Unternehmen nach sich gezogen.
Die vorläufigen Ermittlungen in diesem Fall wurden von Detektiven des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU) unter der prozessualen Leitung von Staatsanwälten der SAP durchgeführt. Dieser Fall ist Teil eines umfassenderen Kampfes gegen Korruption in der Ukraine, insbesondere in Zeiten, in denen das Land mit ernsthaften Herausforderungen im Energiesektor konfrontiert ist.