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Sandu kündigt wichtige Abkommen Moldawiens mit der GUS auf

Die Präsidentin Moldawiens, Maia Sandu, hat Dekrete zur Kündigung grundlegender Abkommen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) unterzeichnet. Dieses bedeutende politische Signal reflektiert Moldawiens Bestreben nach europäischer Integration und einer Distanzierung von post-sowjetischen Strukturen.

Die Präsidentin Moldawiens, Maia Sandu, hat am 8. April Dekrete unterzeichnet, die die Kündigung grundlegender Abkommen der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) betreffen. Dieses Entscheidung markiert einen signifikanten Schritt in der Außenpolitik des Landes, da sie das Bestreben Moldawiens nach europäischer Integration und die Abkehr von dem Einfluss post-sowjetischer Strukturen widerspiegelt.

Wie die Quelle "Europäische Wahrheit" unter Berufung auf Newsmaker berichtet, traten die entsprechenden Gesetze nach ihrer Veröffentlichung im "Amtsblatt" in Kraft. Dieser Schritt symbolisiert das Ende des Prozesses, durch den Moldawien aus der Organisation austritt, was sowohl im Inland als auch international gemischte Reaktionen hervorrief.

Die moldawische Regierung betont, dass die Kündigung der GUS-Abkommen eine logische Fortsetzung des Kurses auf europäische Integration darstellt, den das Land eingeschlagen hat. Das Außenministerium Moldawiens erklärte, dass die grundlegenden Prinzipien der GUS nicht mehr den Interessen des Staates entsprechen, was die Hauptursache für die Kündigung der Abkommen darstellt.

Es ist wichtig zu beachten, dass gemäß den Regeln der GUS die Mitgliedstaaten das Recht haben, aus der Gemeinschaft auszutreten, jedoch eine schriftliche Mitteilung über ihre Absicht 12 Monate vor dem tatsächlichen Austritt erforderlich ist. Moldawien hat damit begonnen, eine umfassende Überprüfung der zahlreichen Abkommen vorzunehmen, die im Rahmen der GUS unterzeichnet wurden, und kündigt schrittweise diejenigen, die den nationalen Interessen widersprechen oder den Beitritt des Landes zur Europäischen Union behindern.

Diese Entscheidung hat scharfe Kritik von pro-russischen Kräften innerhalb des Landes hervorgerufen. Vertreter der Kommunistischen Partei Moldawiens bezeichneten den Schritt von Sandu als "Tragödie für die Wirtschaft" und "Verrat" an den Bürgern, die in der Russischen Föderation arbeiten. Sie argumentieren, dass der Austritt aus der GUS negative Auswirkungen auf die Arbeitsmigranten Moldawiens haben könnte, die von den wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland abhängig sind.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin äußerte sich zu Moldawiens Austritt aus der GUS und stellte fest, dass die Teilnahme des Landes an der Organisation seiner Meinung nach "nicht von großem Wert" für die Gemeinschaft selbst sei. Diese Kommentare unterstreichen die Spannungen in den Beziehungen zwischen Moldawien und Russland, die im Kontext der europäischen Ambitionen Chișinăus zunehmen.

Der Beschluss zum Austritt aus der GUS wurde vom Außenministerium Moldawiens initiiert und erhielt am 2. April im zweiten Durchgang die Unterstützung des Parlaments. Es ist erwähnenswert, dass die moldawische Regierung bereits am 11. März die Kündigung der grundlegenden Dokumente der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten genehmigt hatte, was den ersten Schritt auf dem Weg zum endgültigen Austritt aus der Organisation darstellt.

Somit verschiebt Moldawien weiterhin seine Außenpolitik in Richtung Europa, versucht, seine Positionen auf der internationalen Bühne zu stärken und die Abhängigkeit von Russland zu verringern, was zweifellos unterschiedliche Reaktionen sowohl im Inland als auch international hervorruft.