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Ukrainischer Pharmamarkt verzeichnet Anstieg der Defektur – Importmedikamente betroffen, so ANС

Der ukrainische Einzelhandelsmarkt für Arzneimittel zeigt in letzter Zeit einen Anstieg der Defektur, insbesondere bei importierten Medikamenten. Laut der Analyse von ANС ist die Situation zwar besorgniserregend, jedoch nicht kritisch.

Auf dem Einzelhandelsmarkt für Arzneimittel in der Ukraine wird in letzter Zeit ein gewisser Anstieg der Defektur verzeichnet, der vor allem importierte Arzneimittel betrifft. Diese Informationen stammen von Analysten der Apothekenkette ANС, die betonen, dass die Situation, obwohl sie Besorgnis erregt, nicht als kritisch einzustufen ist.

Laut den Daten von ANС sind importierte Arzneimittel in den Apotheken, einschließlich der eigenen Kette, insgesamt verfügbar. Dennoch ist auf dem Markt tatsächlich ein gewisser Anstieg der Defektur zu beobachten, der jedoch begrenzt ist. Wie ANС anmerkt, beträgt der Defizit etwa 3,7 % des gesamten Sortiments, was ungefähr 240 SKU entspricht. Über 80 % dieser defizitären Positionen sind importierte Medikamente, während der Defizit bei ukrainischen Arzneimitteln deutlich niedriger ist.

ANС hebt hervor, dass es sich nicht um eine massenhafte Abwesenheit von Medikamenten handelt, sondern lediglich um einzelne Positionen. Die meisten beliebten importierten Arzneimittel, einschließlich saisonaler Mittel wie Medikamente gegen die Symptome von ARVI und Grippe, sind nach wie vor verfügbar. Gleichzeitig gibt es etwa 20 % der defizitären Medikamente, was ungefähr 45 SKU entspricht, die keine direkten Analoga haben, und dies sind überwiegend importierte Mittel.

In Bezug auf die Maßnahmen, die die Apothekenketten zur Überwindung des Defizits ergreifen, erklärt ANС, dass sie in mehreren Richtungen arbeiten. Insbesondere sucht die Kette nach alternativen Arzneimitteln, da in den meisten Fällen die fehlenden Medikamente durch Analoga mit demselben Wirkstoff oder therapeutischen Effekt ersetzt werden können. Die Apotheker in den Apotheken helfen den Patienten, Ersatzmittel zu finden.

Darüber hinaus arbeitet ANС aktiv mit Lieferanten und Herstellern zusammen, die zusätzliche Produktionsaufträge erteilen, die Lieferpläne optimieren und die Logistik beschleunigen. Die Kette nutzt auch ein flexibles Sortimentmanagement, um Bestände schnell umzuschichten und die Beschaffung zu korrigieren, um das Fehlen kritischer Positionen zu minimieren.

Allerdings können die Analysten von ANС keine genauen Vorhersagen über die Dauer der Überwindung des Defizits treffen. Wie die Kette anmerkt, ist es schwierig, genaue Fristen zu benennen, da die Situation von externen Faktoren abhängt, wie den Import-, Produktions- und Logistikgeschwindigkeiten. Es gibt jedoch eine positive Dynamik: Eine schrittweise Erholung findet bereits statt, und einige Positionen (etwa 38 SKU) werden im Laufe des Aprils erwartet. Insgesamt bewegt sich der Markt, so die Vertreter von ANС, in Richtung Stabilisierung.

Somit handelt es sich nicht um einen langfristigen Defizit, sondern um vorübergehende Engpässe bei einzelnen Positionen, die allmählich behoben werden. Diese Informationen werden auch von den Mitgliedsunternehmen des Ausschusses für Gesundheitswesen der Europäischen Unternehmensvereinigung bestätigt, die über den Defizit importierter Medikamente im Einzelhandel berichten. Nach Ansicht der Experten der EBA deutet dies auf ein systemisches Problem des Medikamentendefizits auf dem Markt hin.

Insbesondere berichteten 76 % der Unternehmen, die dem Ausschuss für Gesundheitswesen der EBA angehören, über einen Defizit importierter Medikamente. Schätzungen der Unternehmen zufolge betreffen die Fälle von Defizit oder das Risiko von Lieferunterbrechungen ein breites Spektrum an Arzneimitteln, einschließlich kardiovaskulärer, ophthalmologischer, neurologischer und onkologischer Medikamente sowie biologischer Therapien für Patienten mit Autoimmunerkrankungen.

Zu den Hauptursachen für den Defizit zählen laut EBA zwei Faktoren: die langwierigen und unvorhersehbaren Verfahren zur Erlangung des Konformitätszertifikats GMP in der Ukraine sowie der Verlust von Beständen durch Raketenangriffe auf die Lagerinfrastruktur, was 69 % der Befragten angaben. Darüber hinaus wiesen 56 % der Mitgliedsunternehmen des Gesundheitskomitees auf systemische Probleme bei der Anwendung des Nationalen Preisverzeichnisses hin, was die Planung und den Import von Arzneimitteln erschwert.

Zu den weiteren Herausforderungen, mit denen die Mitglieder der EBA konfrontiert sind, zählen niedrige Bestände bei den Distributoren (25 %), was ebenfalls eine Folge des Verlusts von Warenbeständen durch Angriffe, Produktions- oder Lieferbeschränkungen seitens der Hersteller (19 %), Zollverzögerungen (13 %) und andere Faktoren (13 %) sein kann.