Kyiv Independent

Russischer Kampfjet Su-30 stürzt während eines Trainingsflugs im besetzten Krimgebiet ab, behauptet das Verteidigungsministerium des Kremls

Am 3. April 2023 kam es in der besetzten Krim zu einem Vorfall mit einem Su-30-Kampfjet, der laut dem russischen Verteidigungsministerium während eines Trainingsflugs abstürzte. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit und den militärischen Aktivitäten in der Region auf.

Am 3. April 2023, gegen 11:00 Uhr Moskauer Zeit, ereignete sich in der besetzten Krim ein Vorfall mit einem Su-30-Kampfjet. Laut einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums stürzte das Flugzeug während eines Trainingsflugs ab. Das Ministerium betonte, dass der Jet keine Waffen an Bord hatte, was aus militärischer Sicht das Risiko für die Zivilbevölkerung in der Region verringern könnte.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete zudem, dass die Besatzung des Flugzeugs rechtzeitig katapultieren konnte und erfolgreich von einem Such- und Rettungsteam evakuiert wurde. Nach Angaben des Ministeriums sind die Leben der Piloten nicht in Gefahr, was unter den Militärangehörigen und deren Familien Erleichterung auslöste.

Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Informationen über den Vorfall von unabhängigen Quellen, wie etwa der Kyiv Independent, nicht bestätigt wurden. Diese konnten die Angaben bislang nicht verifizieren. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte die Ukraine keinen Kommentar zu dem Vorfall abgegeben, was auf eine vorsichtige Haltung hinsichtlich der Situation in der Krim hindeuten könnte.

Der Su-30 ist ein zweisitziger Mehrzweck-Kampfjet, der über eine größere Reichweite und verbesserte Avionik verfügt, um sowohl Luft- als auch Bodenmissionen durchzuführen. Diese Flugzeuge werden von Russland aktiv in der Ukraine eingesetzt, insbesondere für Luftpatrouillen, das Abfangen ukrainischer Flugzeuge und zur Unterstützung von Angriffen auf Bodenziele.

Es ist erwähnenswert, dass ukrainische Streitkräfte regelmäßig Operationen in den von Russland besetzten Gebieten und innerhalb Russlands durchführen, um die militärischen Fähigkeiten des Gegners zu schwächen. Dies umfasst nicht nur Aufklärungsmissionen, sondern auch aktive Maßnahmen zur Zerstörung feindlicher Technik.

Insbesondere konnten ukrainische Militärs mehrere russische Flugzeuge über dem Schwarzen Meer abschießen. Im Mai 2025 setzte die Ukraine US-amerikanische AIM-9-Raketen ein, die von maritimen Drohnen vom Typ Magura abgefeuert wurden, um zwei Su-30-Kampfjets abzuschießen.

Darüber hinaus setzten ukrainische Partisanen Ende Dezember des vergangenen Jahres während einer Operation in der Region Lipetsk in Russland zwei russische Su-30-Kampfjets in Brand, was erneut die Aktivität der ukrainischen Kräfte im Kampf gegen die russische Aggression unterstreicht.

Der Vorfall mit dem Su-30 in der Krim ist ein weiteres Zeichen für die angespannte Situation in der Region, wo die militärischen Auseinandersetzungen andauern und beide Seiten ihre militärischen Kapazitäten weiter ausbauen. Angesichts der ständigen Bedrohungen durch Russland bleibt die Ukraine wachsam und bereit, sich zukünftigen Herausforderungen zu stellen.