Russische Truppen setzen gezielte Angriffe mit Drohnen auf die Zivilbevölkerung im Süden der Ukraine fort: Neue Opfer in Nikopol
Die russischen Militärformationen setzen ihren Vormarsch im Süden der Ukraine fort und führen gezielte Angriffe mit Drohnen auf die Zivilbevölkerung durch. Dies geht aus dem neuesten Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW) hervor.
Die russischen Militärformationen setzen ihren Vormarsch im Süden der Ukraine fort und führen gezielte Angriffe mit Drohnen auf die Zivilbevölkerung durch. Diese Taktik wird als Waffe in ihrem Krieg eingesetzt, was der letzte Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW) eindrucksvoll belegt.
Die Experten des ISW haben ihre Schlussfolgerungen auf der Grundlage einer Reihe neuer Angriffe formuliert, die in Nikopol in der Dnipropetrowsk-Region stattfanden. Am 7. April griffen russische FPV-Drohnen zweimal städtische Busse an, wodurch vier Zivilisten getötet und 24 weitere verletzt wurden. In einem weiteren Vorfall, der in der Gemeinde Tscherwonohrihorivka östlich von Nikopol stattfand, wurden mindestens fünf Zivilisten ebenfalls verletzt. Diese Ereignisse sind Teil eines größeren Gewaltbildes, das die russischen Streitkräfte gegen die ukrainischen Bürger ausüben.
Zusätzlich griffen die russischen Truppen am 4. April mit einer Drohne einen Markt in Nikopol an, wobei fünf Zivilisten ums Leben kamen und 28 weitere verletzt wurden. Diese erschreckenden Vorfälle verdeutlichen, wie ernst die Lage im Süden der Ukraine ist, wo die Zivilbevölkerung zunehmend Ziel russischer Angriffe wird.
Das ISW betont, dass die russischen Streitkräfte aktiv eine Taktik anwenden, die als "Menschen-Safari" bekannt ist. Diese Taktik beinhaltet die gezielte Nutzung von FPV-Drohnen zur Suche und Zerschlagung ziviler Ziele. Im Süden der Ukraine setzen die Besatzer massenhaft taktische Drohnen ein, um Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur durchzuführen, was zu zahlreichen Opfern unter den Zivilisten führt.
Darüber hinaus haben die russischen Streitkräfte diese gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung in ihre breitere Taktik der Luftblockade des Schlachtfelds (BAI, battlefield air interdiction) integriert. Traditionell konzentriert sich eine solche Taktik auf militärische Objekte und dual-use Infrastruktur, zielt jedoch nicht spezifisch auf zivile Objekte ab. Dennoch nutzen die Russen Drohnen, um Angriffe im nahen Hinterland der Ukraine durchzuführen, wobei sie überwiegend zivile Ziele angreifen und versuchen, jegliche Bewegung auf bestimmten Straßen zu stoppen.
Ähnliche absichtliche Schäden an der Zivilbevölkerung, die zu einem Instrument des Krieges werden, stellen ein Kriegsverbrechen dar, wie das ISW feststellt. Diese Handlungen rufen tiefes Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft hervor und unterstreichen die Notwendigkeit, die Verantwortlichen für begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zu ziehen.
Somit bleibt die Situation in Nikopol und anderen Regionen im Süden der Ukraine kritisch, während die russischen Militäraktionen zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern und das Leben von Tausenden von Menschen gefährden.