Kyiv Post

Russland startet Rekordangriffe mit Drohnen auf die Ukraine, während der Kreml einen Osterwaffenstillstand ablehnt

Im März 2023 führte Russland eine Rekordzahl an Drohnenangriffen auf die Ukraine durch und wies gleichzeitig das Angebot Kiews für einen Osterwaffenstillstand zurück.

Im März 2023 verzeichnete Russland eine beispiellose Anzahl an Drohnenangriffen auf die Ukraine, die alle bisherigen Monate seit Beginn der umfassenden Invasion im Jahr 2022 überstieg. Diese Daten deuten auf eine Eskalation des Konflikts hin, da der Kreml das Angebot Kiews für einen Osterwaffenstillstand zurückwies.

Nach Informationen der ukrainischen Luftwaffe, die vom Nachrichtenagentur AFP zitiert wurden, startete Russland im März mindestens 6462 unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) in Richtung Ukraine. Dies stellt einen Anstieg von 28 % im Vergleich zum Februar dar. Diese Statistiken unterstreichen die zunehmende Aktivität der russischen Streitkräfte im Luftraum der Ukraine, trotz der Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Konflikts.

Besonders auffällig war der 24. März, als Russland innerhalb von 24 Stunden über 1000 Drohnenangriffe durchführte. Dieses Ereignis stellte einen der größten Angriffe mit Drohnen an einem einzigen Tag seit Beginn des Krieges dar, wobei mindestens mehrere Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden. Dieser massive Angriff zeigt, dass Russland weiterhin Drohnen als primäres Instrument im Krieg gegen die Ukraine einsetzt.

Trotz der Zunahme der Drohnenangriffe ging die Anzahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen im Vergleich zum Vormonat um fast 52 % zurück — von 288 im Februar auf 138 im März. Dies könnte auf Veränderungen in der Taktik der russischen Streitkräfte hindeuten, die möglicherweise versuchen, sich auf Drohnenangriffe zu konzentrieren, da sie diese unter den aktuellen Bedingungen als effektiver erachten.

Darüber hinaus berichtete das staatliche Energieunternehmen der Ukraine, Naftogaz, am Donnerstag, dass Moskau während der letzten 151 Tage der Heizsaison 129 Angriffe auf die ukrainische Gas- und Wärmeinfrastruktur durchgeführt hat. In einer Erklärung des Unternehmens heißt es: "Die Russen haben auf Pipelines, Gasförderanlagen, unterirdische Speicher und Heizsysteme geschossen — alles, worauf die Ukrainer angewiesen sind, um Wärme und Gas zu erhalten." Dies deutet auf gezielte Versuche hin, die kritische Infrastruktur der Ukraine zu zerstören.

Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse verteidigt der Kreml weiterhin seine Politik, Studenten in Drohneneinheiten zu rekrutieren, die an den Kämpfen in der Ukraine beteiligt sind. Russland bietet den Studenten erhebliche finanzielle Anreize, um sich diesen Einheiten anzuschließen, während Moskau nach neuen Wegen sucht, die menschlichen Ressourcen zu unterstützen, ohne eine neue Mobilmachung auszurufen. Dies sorgt für Besorgnis, da die Rekrutierung von Jugendlichen für militärische Einsätze ernsthafte Folgen für die Zukunft des Landes haben könnte.

Gleichzeitig sind die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, die von den USA vermittelt wurden, gescheitert, was die Komplexität der Situation und den Mangel an Fortschritten bei der Lösung des Konflikts unterstreicht. Angesichts der zunehmenden Spannungen und der Eskalation der Kämpfe bleibt die Zukunft der Region ungewiss, während die Ukrainer weiterhin für ihre Unabhängigkeit und territoriale Integrität kämpfen.