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Russland verhängt Exportverbot für Benzin bis Ende Juli

Die Regierung der Russischen Föderation hat am 2. April 2026 ein Exportverbot für Benzin beschlossen, das bis Ende Juli andauern wird. Dieses entscheidende Maßnahmenpaket zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an Kraftstoff während der landwirtschaftlichen Aussaatkampagne zu decken und die steigenden globalen Ölpreise zu kontrollieren.

Am 2. April 2026 hat die russische Regierung ein bedeutendes Verbot für den Export von Benzin für Produzenten erlassen, das bis zum Ende des Monats Juli gelten wird. Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt, um dem steigenden Bedarf an Kraftstoff während der landwirtschaftlichen Aussaatkampagne gerecht zu werden und die ansteigenden Weltmarktpreise für Öl zu bewältigen.

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters wurde das Exportverbot eingeführt, um eine stabile Versorgung mit Kraftstoff auf dem Binnenmarkt sicherzustellen. Die russische Regierung ist der Überzeugung, dass solche Maßnahmen helfen werden, einen Mangel an Kraftstoff in Zeiten hohen saisonalen Bedarfs zu vermeiden, der in dieser Jahreszeit traditionell zu beobachten ist.

Es ist erwähnenswert, dass dieses Verbot nicht für Länder gilt, mit denen Russland zwischenstaatliche Vereinbarungen über die Lieferung von Kraftstoffen hat, darunter auch die Mongolei. Dies deutet darauf hin, dass Russland trotz interner Herausforderungen bemüht ist, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen.

Russland hat bereits mehrfach Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel eingeführt, um den Anstieg der Kraftstoffpreise zu dämpfen und den Mangel zu bekämpfen, der durch Drohnenangriffe auf russische Raffinerien verursacht wurde. Diese Angriffe, die Teil des Konflikts mit der Ukraine sind, haben erhebliche Auswirkungen auf die Stabilität des russischen Kraftstoffmarktes.

Branchenspezifischen Quellen zufolge exportierte Russland im Jahr 2025 etwa 5 Millionen metrische Tonnen Benzin, was ungefähr 117.000 Barrel pro Tag entspricht. Angesichts der aktuellen Situation ergreift die Regierung des Landes jedoch Maßnahmen, um einen weiteren Anstieg der Preise auf dem Binnenmarkt zu verhindern.

Die Verschärfung der Situation auf dem russischen Kraftstoffmarkt erfolgt vor dem Hintergrund von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf russische Raffinerien. Im Jahr 2025 führten die ukrainischen Verteidigungskräfte mehr als 140 Angriffe auf Raffinerien und Ölterminals in Russland sowie in von Russland besetzten Gebieten durch, was einem Anstieg von 51,1 % im Vergleich zum Jahr 2024 entspricht. Dies zeigt, dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland weiterhin negative Auswirkungen auf die energetische Sicherheit Russlands hat.

Am 31. Januar 2026 hob die russische Regierung das Exportverbot für Benzin für Produzenten auf, um eine Überlastung der Kapazitäten zu vermeiden. Für Nicht-Produzenten wurde das Exportverbot für Erdölprodukte jedoch bis Ende Juli verlängert. Diese Maßnahme wurde Ende Juli 2025 eingeführt, um dem Benzinmangel in Dutzenden russischer Regionen und dem rekordverdächtigen Anstieg der Kraftstoffpreise an den Börsen entgegenzuwirken.

In der Nacht zum 14. März 2026 brach in der Region Krasnodar aufgrund eines Drohnenangriffs ein Feuer in der Afipsky-Raffinerie aus. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie militärische Auseinandersetzungen die Energieinfrastruktur Russlands beeinträchtigen. Am 22. März und in der Nacht zum 23. März 2026 griffen die ukrainischen Verteidigungskräfte einen Ölterminal von Transneft im Hafen von Primorsk in der Region Leningrad sowie die Raffinerie Bashneft-Ufaneftekhim in der russischen Republik Baschkortostan an.

Darüber hinaus stellte die Saratov-Raffinerie nach einem Drohnenangriff in der Nacht zum 21. März ihren Betrieb ein. Am 25. März 2026 wurde berichtet, dass Russland plant, das Exportverbot für Benzin erneut zu verhängen. Am 28. März 2026 beauftragte der russische Vizepremier Alexander Nowak das Energieministerium, einen Entwurf für eine Verordnung über das Exportverbot für Benzin ab dem 1. April 2026 vorzubereiten. Damit bleibt die Situation auf dem russischen Kraftstoffmarkt angespannt, und die Regierung sucht weiterhin nach Wegen, um den Binnenmarkt zu stabilisieren.