Russland greift Ölraffinerie in der Region Charkiw an und verursacht 'erhebliche' Schäden
In der Nacht zum 8. April 2026 haben russische Streitkräfte einen Angriff auf eine Ölraffinerie in der Stadt Merefa in der Region Charkiw durchgeführt, was zu 'erheblichen' Schäden führte.
In der Nacht zum 8. April 2026 haben russische Militärs einen gezielten Angriff auf die Ölraffinerie in der Stadt Merefa in der Region Charkiw durchgeführt. Dies führte zu 'erheblichen' Schäden an der Anlage, wie der ukrainische Staatsrundfunk Suspilne unter Berufung auf die Aussagen der juristischen Direktorin des Unternehmens, Anastasia Tscherednikova, berichtete.
Lokalen Behörden zufolge haben russische Streitkräfte in der vergangenen Nacht insgesamt 17 Ortschaften in der Region Charkiw angegriffen, die im Norden und Nordosten an Russland grenzt. Bei diesen Angriffen wurden über 60 Drohnen verschiedener Typen sowie fünf gelenkte Bomben eingesetzt.
Ein besonders schwerer Angriff traf die Stadt Merefa, in der sich die Ölraffinerie befindet. Der Vorsitzende der regionalen Verwaltung von Charkiw, Oleg Synegubov, informierte darüber, dass durch die Angriffe auch vier Wohnhäuser und drei Fahrzeuge beschädigt wurden.
Anastasia Tscherednikova stellte fest, dass es bei dem Angriff auf die Anlage in Merefa keine Verletzten gab. Allerdings habe die Ölraffinerie, die seit Beginn des umfassenden Übergriffs bereits zum fünften Mal angegriffen wurde, 'erhebliche' Schäden erlitten.
„Das Unternehmen wird seine Tätigkeit fortsetzen, da wir ein sehr großes Team haben. Wir werden die Arbeit wieder aufnehmen, können jedoch nicht sagen, wie lange dies dauern wird“, erklärte Tscherednikova in einem Interview mit Suspilne.
Bereits im März 2025 hatte Russland bei einem Angriff auf die Ölraffinerie etwa 20 Langstreckendrohnen eingesetzt, was das Unternehmen zwang, seine Aktivitäten vorübergehend einzustellen, da erhebliche Schäden entstanden waren.
Die Region Charkiw, die sich in der Nähe der russischen Grenze befindet, wird regelmäßig Ziel russischer Angriffe. Mehrere Ortschaften im Nordosten der Region stehen weiterhin unter russischer Besatzung, während ukrainische Streitkräfte weiterhin auf die Stadt Kupjansk vorrücken, die seit Beginn des umfassenden Übergriffs ununterbrochenen Kämpfen ausgesetzt ist.