Kyiv Independent

Russland bestätigt Tod eines Generals nach AN-26-Absturz in der Krim

Am 6. April 2023 bestätigten die russischen Behörden, dass Generalleutnant Alexander Otroschenko einer der Todesopfer des Absturzes eines Transportflugzeugs AN-26 war, der am 31. März im besetzten Krimgebiet stattfand.

Am 6. April 2023 bestätigten die russischen Behörden, dass Generalleutnant Alexander Otroschenko einer der Todesopfer des Absturzes eines Transportflugzeugs AN-26 war, der am 31. März im besetzten Krimgebiet stattfand. Dies berichtete die pro-kremlische Nachrichtenagentur Interfax-Russland.

Alexander Otroschenko hatte seit 2013 das Kommando über den Luftwaffenverband der Nordflotte Russlands inne und war an militärischen Operationen Russlands in Syrien beteiligt. Diese Informationen wurden von Andrei Tschibis, dem Gouverneur der Murmansker Region, wo sich die Nordflotte befindet, bestätigt.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums stürzte das Flugzeug in den Bergen der besetzten Halbinsel ab, wobei alle 29 Soldaten, die sich an Bord befanden, ums Leben kamen. Dies stellte eine der größten Katastrophen für die russischen Streitkräfte in letzter Zeit dar.

Die Nachricht vom Tod Otroschenkos wurde erstmals am 2. April von der BBC auf Russisch gemeldet, die eine Bestätigung von einem Angehörigen eines der anderen Getöteten erhielt. Zudem wurde die Information in lokalen Telegram-Chats verbreitet.

Infolge des Absturzes wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 351 des russischen Strafgesetzbuches eingeleitet, der sich mit Verstößen gegen die Flugregeln oder Vorbereitungsrichtlinien befasst, wie der Russische Untersuchungsausschuss mitteilte.

Die Sucharbeiten fanden in dem Gebirge statt, wo der Absturz stattgefunden haben soll. An diesen Arbeiten waren Militärermittler, Rettungskräfte, Polizisten und Kriminaltechniker beteiligt, wie die staatliche Nachrichtenagentur RIA Novosti Krim am 1. April berichtete.

Die staatliche Nachrichtenagentur TASS, die sich auf ihre Quellen berief, stellte fest, dass das Flugzeug gegen einen Felsen prallte, wodurch es keine Überlebenden gab.

Bislang wurden keine direkten Vorwürfe gegen die Ukraine im Zusammenhang mit dem Absturz erhoben, und Kiew hat keine Verantwortung für diesen Vorfall übernommen.

Der Tod Otroschenkos stellt den 14. Verlust unter den russischen Generälen seit Beginn der umfassenden Invasion Moskaus in die Ukraine dar. Dieses Ereignis unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Risiken, mit denen die russischen Streitkräfte im Kontext des Konflikts konfrontiert sind.