Russland übergibt Iran Satellitendaten zur Energiesystem von Israel – Selenskyj
Am Sonntag, den 5. April, äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit AP ernsthafte Bedenken über die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran. Er berichtete, dass Russland dem Iran Satellitendaten über das Energiesystem Israels zur Verfügung gestellt hat.
In einem aufschlussreichen Interview, das am Sonntag, den 5. April, veröffentlicht wurde, sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über die alarmierenden Entwicklungen in der geopolitischen Landschaft des Nahen Ostens. Er erklärte, dass Russland dem Iran wertvolle Satellitendaten über das Energiesystem Israels bereitgestellt hat, die etwa 50 bis 53 verschiedene Objekte umfassen. Diese Informationen werfen ein besorgniserregendes Licht auf die mögliche Unterstützung, die Russland dem Iran gewährt, und die weitreichenden Auswirkungen, die dies auf die Stabilität in der Region haben könnte.
Selenskyj betonte, dass die russische Regierung aktiv daran arbeitet, dem Iran bei Angriffen auf zivile Infrastruktur zu helfen, die nicht militärischen Zwecken dient. „Das erinnert an das Leben der Ukrainer während der Bombardierungen durch Russland, wenn sie auf unser Stromnetz oder unsere Wasserversorgung zielen“, sagte er. Er fügte hinzu, dass alle Erfahrungen, die Russland im Verlauf des Krieges gegen die Ukraine gesammelt hat, an den Iran weitergegeben werden, insbesondere im Hinblick auf den Einsatz von Shahed-Drohnen, die in ihrer Funktion den russischen Drohnen ähnlich sind, jedoch verbesserte Eigenschaften aufweisen.
Bereits im März dieses Jahres hatte Selenskyj erklärt, dass Russland dem Iran Shahed-Drohnen übergeben hat, was durch Informationen der ukrainischen Geheimdienste belegt wird. Er wies darauf hin, dass Russland dem iranischen Regime auch militärische Geheimdienstdaten zur Verfügung stellt, was ernsthafte Besorgnis unter westlichen Ländern auslöst. „Moskau glaubt, dass es dem Iran helfen kann, weil die USA und Europa der Ukraine im Rahmen des russisch-ukrainischen Krieges Geheimdienstinformationen zur Verfügung stellen“, so Selenskyj weiter.
Die Situation wurde auch von dem britischen Verteidigungsminister John Healey kommentiert, der am 13. März erklärte, dass Russland dem Iran taktische Empfehlungen zur Nutzung der Shahed-Drohnen gegen die USA und deren Verbündete übermittelt. Dies bestätigt die wachsende militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran, die ernsthafte Konsequenzen für die internationale Sicherheit haben könnte.
Trotz der zahlreichen Vorwürfe äußerte der US-Sondergesandte Steve Vitkoff am 10. März Zweifel daran, dass Russland tatsächlich Geheimdienstinformationen über Standorte amerikanischer Militäranlagen im Nahen Osten mit dem Iran austauscht. Er betonte, dass solche Aussagen zusätzliche Bestätigungen erforderten.
Darüber hinaus erklärte der US-Präsident Donald Trump am 8. März, dass er keinen Grund sehe, die Annahme aufrechtzuerhalten, dass Russland den Iran unterstützt. Diese Äußerungen führten zu Zweifeln unter Analysten, die die Entwicklungen in der Region genau beobachten.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi räumte ein, dass die Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland „nichts Neues“ sei, präzisierte jedoch nicht, ob der russische Geheimdienst dem Iran bei der Identifizierung militärischer Aktivitäten der USA hilft. Dies deutet darauf hin, dass die Kooperation zwischen den beiden Ländern verschiedene Aspekte umfassen könnte, einschließlich militärischer und wirtschaftlicher Interessen.
Insgesamt wird die Situation rund um die Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran zunehmend besorgniserregend, und ihre Folgen könnten nicht nur die regionale Sicherheit, sondern auch die globale Politik insgesamt beeinflussen.