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Russland übergibt Iran Liste mit 55 Energieobjekten Israels

Russland hat Iran eine Liste mit 55 Energieobjekten Israels übergeben, die in drei Kritikalitätsstufen unterteilt ist. Diese Informationen könnten Iran erheblich bei gezielten Raketenangriffen auf das Energiesystem Israels unterstützen.

Russland hat Iran eine umfassende Liste übergeben, die 55 Energieobjekte Israels umfasst. Diese Liste ist in drei Kategorien unterteilt, die sich nach der Kritikalität der jeweiligen Objekte richten — von wichtigen Kraftwerken bis hin zur lokalen Infrastruktur. Laut einem Bericht eines Quellen, die der ukrainischen Geheimdienstgemeinschaft nahestehen, könnte diese Information Iran erheblich dabei helfen, präzise Raketenangriffe auf das Energiesystem Israels durchzuführen.

In einem am Montag, den 6. April, veröffentlichten Bericht des Jerusalem Post wird darauf hingewiesen, dass die Ziele in drei Kategorien eingeteilt wurden, die sich nach ihrer strategischen Bedeutung richten. Die russische Einschätzung der Verwundbarkeit Israels zeigt, dass dessen Energiesystem weitgehend von externen Energiequellen isoliert ist. Dies bedeutet, dass bereits Angriffe auf einige Schlüsselobjekte zu einem großflächigen und langanhaltenden Zusammenbruch der Energieversorgung führen könnten, der von massiven Stromausfällen und schwerwiegenden technischen Störungen begleitet wäre.

Am 5. April bestätigte der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, dass Russland Iran Satellitendaten über mehr als 50 Objekte des Energiesystems Israels übergeben hat, von denen die meisten zivile Infrastruktur betreffen. Diese Informationen haben Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft ausgelöst, da sie auf eine zunehmende militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran hinweisen.

Bereits im März dieses Jahres hatte Selenskyj erklärt, dass Russland Iran Drohnen des Typs Shahed übergeben hat, was durch Daten des ukrainischen Geheimdienstes bestätigt wird. Er betonte, dass die russische Seite aktiv Geheimdienstinformationen an das iranische Regime bereitstellt. Laut dem Präsidenten glaubt Moskau, dass es Iran unterstützen kann, da die USA und Europa der Ukraine in ihren Bemühungen gegen die russische Aggression Hilfe leisten.

Am 10. März erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff, dass Russland den Austausch von Geheimdienstdaten mit Iran über Standorte amerikanischer Militäranlagen im Nahen Osten bestreitet. Dies hat eine neue Welle der Besorgnis über mögliche militärische Aktionen ausgelöst, die die Stabilität in der Region gefährden könnten.

Am 8. März äußerte der damalige Präsident der USA, Donald Trump, dass er keinen Grund sehe, die Unterstützung Irans durch Russland zu behaupten, jedoch deuten die Gegebenheiten vor Ort auf das Gegenteil hin. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi räumte ein, dass die Zusammenarbeit zwischen Iran und Russland "nichts Neues" sei, präzisierte jedoch nicht, ob die russische Geheimdiensthilfe bei der Identifizierung militärischer US-Aktivitäten in der Region unterstützend wirkt.

Diese Situation unterstreicht die zunehmende Spannung in den internationalen Beziehungen und könnte ernsthafte Auswirkungen auf die Sicherheit im Nahen Osten haben. Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran weckt Besorgnis, da beide Länder die erhaltenen Daten für aggressive Aktionen gegen ihre Gegner nutzen könnten.