Russland baut in Afrika Krypto-Kanäle zur Umgehung von Sanktionen - CPD
Der ukrainische Informationsdienst Ukrinform berichtet, dass Russland in Nigeria und Simbabwe die Plattform A7 als alternativen Mechanismus für externe Zahlungen vorantreibt.
Wie der ukrainische Informationsdienst Ukrinform berichtet, hat das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation bei der Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine (NSDC) auf Facebook bekannt gegeben, dass Russland in Nigeria und Simbabwe die Plattform A7 als alternativen Mechanismus für externe Zahlungen vorantreibt. Diese Plattform ermöglicht Transaktionen über Stablecoins und Schuldeninstrumente, die im Gegensatz zu klassischen Transaktionen schwieriger nachverfolgt und blockiert werden können.
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CPD) erklärte, dass es von Bedeutung sei, dass A7 mit der sanktionierten „Promsvyazbank“ in Verbindung gebracht wird, die auch mit dem moldawischen Politiker Ilan Shor, der enge Verbindungen zu Russland hat, assoziiert ist. Dies deutet darauf hin, dass die Plattform nicht nur für bequemere Zahlungen genutzt werden könnte, sondern auch zur Umgehung von Sanktionen und zur Verlagerung eines Teils der finanziellen Operationen aus dem Blickfeld der Kontrolle.
Nach der Abschaltung von SWIFT und den verschärften Sanktionen der USA sucht Russland systematisch nach Wegen, um die Abhängigkeit von Banken und Finanzwegen zu verringern, die unter westlicher Kontrolle stehen. Afrika hat sich dabei als ein Schlüsselmarkt herauskristallisiert, da hier ein rapides Wachstum von Krypto-Zahlungen zu verzeichnen ist, die Nachfrage nach kostengünstigen internationalen Überweisungen hoch ist und die Regulierung grenzüberschreitender Finanztransaktionen schwächer ausfällt.
„Das Sanktionssystem sieht sich einer neuen Herausforderung gegenüber: Finanztechnologien ermöglichen es, die gewohnten Kontrollmechanismen zu umgehen. Daher ist es wichtig, die Aufsicht über solche Instrumente zu verstärken, damit der wirtschaftliche Druck auf Russland weiterhin wirksam bleibt“, betonte das CPD.
Wie bereits von Ukrinform berichtet, hat Russland die Aktivitäten der sogenannten „Russischen Häuser“ in afrikanischen Ländern intensiviert. Diese Einrichtungen werden nicht nur als Zentren zur Förderung des russischen Einflusses, die als kulturelle Diplomatie getarnt sind, genutzt, sondern auch als Rekrutierungszentren für Söldner, die im Krieg gegen die Ukraine kämpfen sollen.
Für weitere Informationen und aktuelle Updates folgen Sie unseren Kanälen auf Telegram, Instagram und YouTube.