Staatsanwaltschaft Kiew fordert gerichtlich die Schließung einer Mülldeponie in Irpin, die eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen darstellt
Die Staatsanwaltschaft der Region Kiew hat Klage eingereicht, um eine Mülldeponie in der Stadt Irpin zu schließen und Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen Hrywnja von der Stadtverwaltung von Irpin zu fordern. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die gefährliche Situation, die durch die illegale Deponie entstanden ist.
Die Staatsanwaltschaft der Region Kiew hat am Mittwoch über ihren Telegram-Kanal bekannt gegeben, dass sie eine Klage eingereicht hat, um eine Mülldeponie in der Stadt Irpin zu schließen. Diese Deponie, die sich auf über 3,4 Hektar erstreckt, wurde unter gravierenden Verstößen gegen die Umweltgesetze errichtet und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Flusses Bucha. Die Klage fordert zudem Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen Hrywnja von der Stadtverwaltung von Irpin.
Die Umstände rund um die Mülldeponie haben sich zu einer ernsthaften Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung entwickelt. Laut den Ermittlungen und durchgeführten Analysen wurde im Boden rund um die Deponie eine mehr als tausendfache Überschreitung von E. coli-Bakterien festgestellt. Darüber hinaus wurde eine erhebliche Verschmutzung der Oberflächengewässer des Flusses Bucha dokumentiert, sowie das Vorhandensein von pathogener Mikroflores und Schwermetallen im Boden. Die Staatsanwaltschaft betont, dass diese Situation eine reale Bedrohung für die Gesundheit der Menschen darstellt und zu akuten Infektionskrankheiten führen kann.
Die Staatsanwaltschaft hat festgestellt, dass die Gesamtschäden für die Umwelt 5 Millionen Hrywnja übersteigen. Die Mülldeponie entstand durch eine illegale Entscheidung der Kommission für technogene und ökologische Sicherheit des Exekutivkomitees der Stadt Irpin. Diese Situation hat bereits zu einem lokalen technogenen Notfall geführt, was die Dringlichkeit des Handelns unterstreicht.
In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft, im Interesse des Staates, den Wirtschaftsgerichtshof der Region Kiew angerufen, um von der Stadtverwaltung von Irpin mehr als 5 Millionen Hrywnja Schadensersatz zu fordern, die Untätigkeit der lokalen Selbstverwaltungsbehörde für rechtswidrig zu erklären und die Schließung der illegalen Mülldeponie anzuordnen.
Zusätzlich fordert die Staatsanwaltschaft in ihrer Klage Maßnahmen zur Wiederherstellung der Böden und des Wassers des Flusses Bucha, die durch die Verschmutzung geschädigt wurden. Das Gericht hat bereits ein Verfahren in dieser Angelegenheit eröffnet, was die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit dringender Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und der Umwelt verdeutlicht.