Gabriele Gravina tritt als Präsident des Italienischen Fußballverbands zurück nach WM-Qualifikationsmisserfolg
Gabriele Gravina, Präsident des Italienischen Fußballverbands, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben, nachdem die italienische Nationalmannschaft in der Qualifikation für die WM 2026 gescheitert ist.
Gabriele Gravina, der seit 2018 Präsident des Italienischen Fußballverbands (FIGC) ist, hat heute offiziell seinen Rücktritt angekündigt. Diese Entscheidung ist eine direkte Folge des enttäuschenden Abschneidens der italienischen Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Mitteilung wurde nach einem Treffen zwischen Gravina und Vertretern der Organisation veröffentlicht, in dem auch die Einberufung einer außerordentlichen Wahlversammlung beschlossen wurde.
Die Wahl eines neuen Präsidenten des Italienischen Fußballverbands ist für den 22. Juni in Rom angesetzt. Diese zeitnahe Entscheidung unterstreicht die Dringlichkeit der Veränderungen in der Führung der Organisation. Gravina erklärte in seiner Ansprache, dass er die Verantwortung für die jüngsten Misserfolge übernehmen möchte, und betonte, dass es an der Zeit sei, neue Wege zu beschreiten, um das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen.
Der Rücktritt von Gravina ist die direkte Folge einer schockierenden Niederlage der italienischen Nationalmannschaft gegen Bosnien und Herzegowina im Finale der WM-Qualifikations-Playoffs. Diese Niederlage bedeutet, dass Italien zum dritten Mal in Folge die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft verpasst, was einen schweren Schlag für eine Fußballnation darstellt, die in der Vergangenheit zahlreiche Erfolge gefeiert hat.
Das letzte Mal, dass die italienische Nationalmannschaft an einer Weltmeisterschaft teilnahm, war im Jahr 2014. Unter der Leitung von Trainer Cesare Prandelli schied das Team damals bereits in der Gruppenphase aus. Seitdem hat Italien nicht mehr an einem Weltturnier teilgenommen, und der letzte große Erfolg des Teams in diesem Wettbewerb liegt bereits 17 Jahre zurück, als sie 2006 den Titel gewannen.
Italien kann auf vier Weltmeistertitel zurückblicken, die in den Jahren 1934, 1938, 1982 und 2006 gewonnen wurden. Nur die brasilianische Nationalmannschaft kann mit fünf Titeln mehr Erfolge vorweisen. Die jüngsten Misserfolge Italiens auf internationaler Ebene haben jedoch Besorgnis unter Fans und Experten ausgelöst, die sich fragen, wie es mit dem italienischen Fußball weitergeht.
Zusätzlich wurde bekannt, dass die italienische Nationalmannschaft einen einzigartigen Negativrekord aufgestellt hat, indem sie die erste Mannschaft wurde, die drei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften verpasst hat. Dies hat in der Fußballgemeinschaft für Empörung gesorgt, und UEFA-Präsident Aleksander Čeferin äußerte sich ebenfalls zu den Verantwortlichen für Italiens Nicht-Qualifikation für die WM 2026 und forderte eine umfassende Analyse der Situation.
Medienberichten zufolge wird auch erwartet, dass der Trainer der italienischen Nationalmannschaft, Gennaro Gattuso, nach dem verpassten WM-Qualifikationsziel seine Position aufgeben wird. Unter den möglichen Nachfolgern für den Trainerposten der italienischen Mannschaft werden Antonio Conte und Massimiliano Allegri gehandelt, die derzeit Napoli und Milan trainieren. Diese Veränderungen in der Teamführung könnten entscheidende Schritte zur Wiederherstellung des Erfolgs des italienischen Fußballs auf internationaler Ebene darstellen.