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Ukrainische Vertreterin Leléka wird beim Eurovision Song Contest 2026 im zweiten Halbfinale auftreten

Die Organisatoren des Eurovision Song Contests 2026 haben die Auftrittsreihenfolge für die Halbfinale bekannt gegeben. Die ukrainische Sängerin Leléka wird am 14. Mai im zweiten Halbfinale mit ihrem Song 'Ridnym' auftreten.

Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2026, einer der bekanntesten Musikwettbewerbe weltweit, laufen auf Hochtouren. Die Organisatoren haben nun die Reihenfolge der Auftritte für die Halbfinale, die am 12. und 14. Mai stattfinden, offiziell bekannt gegeben. In diesem Jahr wird die Ukraine von der talentierten Sängerin Leléka vertreten, die im zweiten Halbfinale an der Hauptbühne des Wettbewerbs unter der Startnummer 12 mit ihrem Lied 'Ridnym' auftreten wird.

Das erste Halbfinale findet am 12. Mai statt, wobei die teilnehmenden Länder in einer festgelegten Reihenfolge auftreten werden, die von den Organisatoren festgelegt wurde. Zu den Teilnehmern dieses Halbfinales zählen auch Italien und Deutschland, die aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der sogenannten 'Großen Fünf' automatisch ins Finale einziehen. Diese Gruppe umfasst Länder, deren öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten die größten finanziellen Beiträge zur Europäischen Rundfunkunion (EBU) leisten.

Das zweite Halbfinale, das für den 14. Mai angesetzt ist, verspricht ebenfalls spannend zu werden. Neben der Ukraine werden auch andere Länder, die ins Finale einziehen, auftreten, darunter Frankreich, Österreich und das Vereinigte Königreich. Besonders erwähnenswert ist, dass Spanien, das ebenfalls zur 'Großen Fünf' gehört, in diesem Jahr nicht am Wettbewerb teilnehmen wird.

Im vergangenen Jahr, unmittelbar nach dem Eurovision Song Contest, forderte RTVE, die spanische staatliche Rundfunkanstalt, eine Überprüfung des Televotingsystems des Wettbewerbs. Sie äußerten Bedenken, dass 'militärische Konflikte' die Abstimmungsergebnisse beeinflussen könnten, was zu einem 'Verlust der kulturellen Essenz der Zeremonie' führen könnte. Diese Kommentare sorgten für Diskussionen unter den teilnehmenden Ländern.

Im Juli 2025 schlug Spanien erneut vor, das Abstimmungssystem zu überdenken, insbesondere Israel aufgrund des anhaltenden Krieges im Gazastreifen von der Teilnahme auszuschließen. Dieses Vorhaben erhielt Unterstützung aus den Niederlanden, Slowenien und Belgien, jedoch sprachen sich Deutschland und Österreich, das den Wettbewerb 2026 ausrichten wird, gegen diese Initiative aus.

Im Dezember 2025 entschied die Europäische Rundfunkunion, Israel die Teilnahme am Wettbewerb 2026 zu gestatten. Diese Entscheidung stieß auf Empörung in einigen Ländern, und in der Folge erklärten Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien ihren Boykott des Wettbewerbs.

Ende Februar 2026 schlug der Präsident von RTVE, José Pablo López, vor, innerhalb der Europäischen Rundfunkunion die Möglichkeit zu diskutieren, Ländern, die sich im Krieg befinden, die Teilnahme am Wettbewerb zu verwehren. Seiner Meinung nach müssen Änderungen an der Satzung der EBU vorgenommen werden, um zu verhindern, dass der Eurovision Song Contest als Plattform für politische Botschaften oder internationale Legitimierung während des Krieges genutzt wird. Obwohl López keine spezifischen Länder nannte, ist offensichtlich, dass es um die Ukraine und Israel geht.

Spanien bleibt weiterhin Teil der 'Großen Fünf' – einer Gruppe von Ländern, deren Rundfunkanstalten die größten finanziellen Beiträge zur EBU leisten. Vertreter dieser Gruppe, zu der auch Frankreich, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich gehören, ziehen automatisch ins Finale des Wettbewerbs ein. Somit verspricht der Eurovision Song Contest 2026 nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein politisches Ereignis zu werden, das bereits zahlreiche Kontroversen und Diskussionen unter den teilnehmenden Ländern ausgelöst hat.