Ermittlungen im Fall Tymoschenko wegen Bestechung von Abgeordneten abgeschlossen
Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) haben die Voruntersuchung im Fall der Fraktionsleiterin der 'Vaterlandspartei', Julia Tymoschenko, abgeschlossen, die verdächtigt wird, Abgeordneten der Ukraine unrechtmäßige Vorteile angeboten zu haben.
Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) haben die Voruntersuchung im Fall der Fraktionsleiterin der 'Vaterlandspartei', Julia Tymoschenko, abgeschlossen. Sie wird verdächtigt, Abgeordneten der Ukraine unrechtmäßige Vorteile angeboten zu haben. Die Ermittlungen ergaben, dass Tymoschenko im Dezember 2025, trotz der Enthüllungen des NABU und der SAP über die Annahme von Bestechungsgeldern durch ukrainische Abgeordnete, begann, mit einzelnen Parlamentariern über ein Belohnungssystem für loyale Abstimmungen zu verhandeln.
Nach Angaben der Pressestelle des NABU handelte es sich um einen stabilen Mechanismus der Zusammenarbeit, bei dem Abgeordnete im Voraus Zahlungen erhalten sollten, im Austausch für die Befolgung von Anweisungen bezüglich Abstimmungen, einschließlich der Abstimmung 'für' oder 'gegen', der Enthaltung oder der Nichtteilnahme an Abstimmungen. Dies deutet auf den Versuch hin, ein System der Bestechung zu organisieren, das erhebliche Auswirkungen auf die Verabschiedung wichtiger Entscheidungen im Parlament haben könnte.
Am 14. Januar 2026 informierten NABU und SAP Tymoschenko offiziell über den Verdacht, unrechtmäßige Vorteile an Abgeordnete der Ukraine angeboten zu haben. Die Ermittler sind der Auffassung, dass Tymoschenko nach den Enthüllungen im Dezember 2025 über die Annahme unrechtmäßiger Vorteile durch Abgeordnete für die Verabschiedung von Gesetzen im Parlament, Gespräche mit einzelnen Abgeordneten initiierte, um einen systematischen Mechanismus zur Bereitstellung unrechtmäßiger Vorteile im Austausch für loyales Verhalten während der Abstimmungen einzuführen.
Auf diese Vorwürfe reagierte Julia Tymoschenko entschieden und wies alle Anschuldigungen zurück. Sie erklärte, dass es sich um eine politische Verschwörung gegen sie handele und dass sie keinerlei Verbindung zur Bestechung von Abgeordneten habe. Tymoschenko betont, dass die Vorwürfe Teil einer Kampagne seien, die darauf abziele, ihren Ruf zu schädigen.
Am 16. Januar 2026 setzte das Höchste Antikorruptionsgericht (VAKS) eine Kaution in Höhe von 33 Millionen Hrywnja für Tymoschenko fest und legte prozessuale Verpflichtungen fest. Tymoschenko stellte klar, dass sie ihre Parteikollegen nicht gebeten habe, Geld für die Kaution zu sammeln, doch ihre Parteifreunde entschieden sich, dies zu tun, um ihre Festnahme zu verhindern.
Am 21. Januar 2026 entschied das VAKS, dass die Gelder auf den Konten der Fraktionsleiterin der 'Vaterlandspartei' nicht beschlagnahmt werden, jedoch wurde das Eigentum, das während der Durchsuchungen beschlagnahmt wurde, sowie das Eigentum von Tymoschenkos Ehemann, unter Arrest gestellt. Diese Entscheidung rief Empörung unter ihren Anhängern hervor, die der Meinung sind, dass solche Maßnahmen politisch motiviert sind.
Am 23. Januar 2026 wurde für Tymoschenko eine Kaution hinterlegt, die es ihr ermöglichte, einer Festnahme zu entgehen. Diese Situation sorgt weiterhin für großes Aufsehen in der Gesellschaft, da Tymoschenko eine der bekanntesten politischen Figuren in der Ukraine ist und ihr Fall nicht nur das Interesse von Politikern, sondern auch von gewöhnlichen Bürgern auf sich zieht.