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Sicherheitsbehörden decken betrügerisches Callcenter auf, das Gelder aus Krypto-Wallets von Ukrainern und Ausländern entwendete

Die Cyber-Spezialisten des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) haben gemeinsam mit der Nationalen Polizei ein weiteres betrügerisches Schema zur Entwendung von Geldern ukrainischer und ausländischer Bürger aufgedeckt.

In einer umfassenden Operation in Odessa wurde ein illegales Callcenter entdeckt, und vier Verdächtige wurden wegen Betrugsverdachts festgenommen. Diese Personen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen unter dem Vorwand von Investitionen in Krypto-Börsen um ihr Geld zu bringen. Laut den Ermittlungen verdienten die Betrüger monatlich fast 100.000 US-Dollar mit ihren Machenschaften.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter in populären Telegram-Gruppen Beiträge über angeblich lukrative Krypto-Projekte verbreiteten, um potenzielle Opfer anzulocken. Um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen, zeigten die Betrüger den Nutzern Beispiele erfolgreicher Transaktionen und Renditen, wobei sie Daten von legitimen Kryptowährungsbörsen mit realen Wachstumszahlen verwendeten.

Nachdem sie das Interesse ihrer potenziellen Opfer geweckt hatten, schickten die Betrüger Links zu gefälschten Websites, die als bekannte Krypto-Investitionsdienste getarnt waren. Auf dieser Phase schloss der Nutzer seinen Krypto-Wallet an und bestätigte die vorgeschlagene Transaktion, ohne den tatsächlichen Inhalt der Operation zu erkennen. In Wirklichkeit war die Website mit schädlichem Code ausgestattet, der den Tätern die Möglichkeit gab, Gelder automatisch von den Wallets der Opfer auf kontrollierte Adressen zu transferieren. Dieses Werkzeug wird als „Drainer“ bezeichnet und ist dafür gedacht, unbefugte Abbuchungen vorzunehmen und alle Vermögenswerte aus Krypto-Wallets zu leeren.

Im Rahmen von 20 Durchsuchungen in Büros und Wohnungen der Verdächtigen wurden Mobiltelefone und Computertechnik beschlagnahmt, die als Beweise für das betrügerische Schema dienen. Zudem wurden Gelder gefunden, die vermutlich aus kriminellen Aktivitäten stammen.

Dem Mitorganisator und drei weiteren Tätern wurde der Verdacht gemäß den begangenen Straftaten nach den Absätzen 3, 5 des Artikels 27, Absatz 5 des Artikels 190 (Organisation und Beihilfe zum Betrug, der in besonders großem Umfang durch illegale Operationen unter Verwendung von elektronischen Rechenanlagen begangen wurde) sowie Absatz 3 des Artikels 209 (Legalisierung (Geldwäsche) von Vermögen, das auf kriminellem Wege erlangt wurde, in besonders großem Umfang) des Strafgesetzbuches der Ukraine mitgeteilt.

Derzeit wird die Wahl von Haftbedingungen für die Täter vorbereitet. Die Ermittlungen zur strafrechtlichen Verfolgung aller Beteiligten an diesem Betrug laufen weiter. Ihnen drohen bis zu 12 Jahre Haft sowie die Einziehung von Vermögenswerten.