Rückkehr der Diskussionen über einen möglichen zweiten Sphinx in Ägypten
Wissenschaftler und Forscher diskutieren erneut über die Möglichkeit eines zweiten Sphinx in Ägypten, nachdem der unabhängige Forscher Trevor Grassi einzigartige Videomaterialien veröffentlicht hat.
Wissenschaftler und Forscher haben kürzlich erneut über die Möglichkeit eines zweiten Sphinx in Ägypten gesprochen, nachdem der unabhängige Forscher Trevor Grassi einzigartige Videomaterialien veröffentlicht hat. In diesen Materialien hat er über 100 tiefe Schächte dokumentiert, die einen mysteriösen Hügel umgeben, der sich im nordwestlichen Teil des berühmten Gizeh-Plateaus befindet.
Diese quadratischen Öffnungen, die direkt in den Kalkstein gemeißelt sind, haben einen Durchmesser von 1 bis 2,5 Metern. Wissenschaftler glauben, dass diese Schächte Teil eines komplexen Belüftungssystems sein könnten oder als Zugangspunkte zu einer großflächigen unterirdischen Struktur dienen, die bisher unbekannt bleibt.
Das Interesse an diesem Standort ist gestiegen, nachdem der Forscher Filippo Biondi mithilfe von Satellitenscanning eine massive Anomalie unter einem 55 Meter hohen Hügel aus verfestigtem Sand entdeckt hat. Seinen Schätzungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter diesem Hügel eine antike Struktur befindet, bei 80 %. Biondi hebt hervor, dass die unterirdischen Gänge und Schächte in ihrer Planung beeindruckend ähnlich sind wie die, die bereits unter dem bekannten Großen Sphinx gefunden wurden.
Trevor Grassi, der persönlich die Tiefe einiger dieser Öffnungen mit spezieller Ausrüstung gemessen hat, bestätigte, dass sie über 30 Meter tief sind, obwohl die meisten von ihnen derzeit mit Sand bedeckt sind. Diese Entdeckung hat neue Debatten unter Archäologen und Historikern ausgelöst, die versuchen zu verstehen, was sich tatsächlich unter der Erde verbergen könnte.
Befürworter der Theorie über die Existenz eines zweiten Sphinx verweisen auf das Prinzip der Dualität in der altägyptischen Religion, wo Sphinxen, Statuen und Obelisken oft paarweise dargestellt wurden, um ein ideales Gleichgewicht zu erreichen. Der Hügel, der so viele Kontroversen ausgelöst hat, ist so auf dem Plateau positioniert, dass er eine Spiegelachse zum ersten Sphinx und den Hauptpyramiden bildet, was diese Theorie zusätzlich verstärkt.
Archivfotos aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigen, dass der Hügel selbst möglicherweise künstlich durch Ablagerungen während früherer Ausgrabungen entstanden ist, was die Vermutungen über mögliche verborgene Objekte darunter nur anheizt.
Die offizielle Wissenschaft, vertreten durch den ehemaligen Minister für Altertümer Ägyptens, Zahi Hawass, steht diesen Aussagen skeptisch gegenüber. Er betont, dass das Gizeh-Plateau über Jahrzehnte hinweg gründlich untersucht wurde und keine neuen Entdeckungen gemacht wurden.
Trotzdem fordern Forscher nachdrücklich die Durchführung nicht-invasiver Arbeiten, insbesondere die einfache Reinigung der bereits bestehenden Schächte von Sand. Sie sind der Ansicht, dass dies ermöglichen würde zu überprüfen, ob diese Schächte mit einem einheitlichen unterirdischen Netzwerk verbunden sind, das neue Geheimnisse des alten Ägyptens enthüllen könnte.
Insgesamt bleibt die Situation rund um den möglichen zweiten Sphinx angespannt und voller Kontroversen, da neue Entdeckungen unser Verständnis von Geschichte und Archäologie dieser Region verändern könnten.