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Über 100.000 km² ukrainisches Land bleiben potenziell gefährlich - Präsidialamt

Laut dem Präsidialamt der Ukraine sind mehr als 100.000 Quadratkilometer des ukrainischen Territoriums aufgrund von Minen und anderen explosiven Gegenständen potenziell gefährlich.

Wie Ukrinform berichtet, hat das Präsidialamt der Ukraine Informationen auf Facebook veröffentlicht, um den Internationalen Tag der Aufklärung über Minengefahren und die Unterstützung bei der Minenräumung zu würdigen. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass über 100.000 Quadratkilometer ukrainischer Boden aufgrund der Präsenz von Minen und anderen explosiven Stoffen weiterhin potenziell gefährlich sind.

„Über 100.000 Quadratkilometer unseres Landes sind nach wie vor potenziell gefährlich. Doch die Ukraine unternimmt alles, um die Sicherheit überall zu erhöhen. Bereits über 15.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen wurden gereinigt. In diesem Jahr werden die Landwirte diese erneut bepflanzen können“, heißt es in der Mitteilung des Präsidialamtes.

Darüber hinaus wird in der Ukraine kontinuierlich das Schwarze Meer von Minen und anderen gefährlichen Gegenständen befreit. „Die Ukraine hat bereits über 168 Quadratkilometer des Gewässers gereinigt. Wir haben die Schifffahrt im Schwarzen Meer wiederhergestellt und bleiben einer der Schlüsselgaranten für die globale Ernährungssicherheit“, betonten die Vertreter des Präsidialamtes.

Der Innenminister Ihor Klymenko teilte ebenfalls Informationen über Telegram mit und wies darauf hin, dass 1.431 Personen durch Minen und explosive Verletzungen betroffen sind, darunter 146 Kinder. Dies verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Sicherheitslage in der Ukraine, wo Minen eine reale Bedrohung für die Zivilbevölkerung darstellen.

„Seit Beginn der umfassenden Invasion haben die Sprengstoffräumdienste des Staatlichen Notdienstes und der Nationalen Polizei bereits über 248.000 Hektar untersucht und mehr als 1.112.000 gefährliche Gegenstände entdeckt“, fügte der Innenminister hinzu und betonte die Bedeutung der Minenräumungsarbeiten.

Es sei daran erinnert, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 4. April als Internationalen Tag der Aufklärung über Minengefahren und die Unterstützung bei der Minenräumung festgelegt hat. Dieser Tag zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Gefahren von Minen und explosiven Überresten des Krieges (ERW) zu schärfen und deren Beseitigung zu fördern. Zudem soll er die Entwicklung nationaler Kapazitäten im Bereich der Minenräumung in Ländern unterstützen, in denen Minen und ERW eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit, Gesundheit und das Leben der Zivilbevölkerung darstellen.

Angesichts der modernen Herausforderungen, vor denen die Ukraine steht, ist es wichtig, nicht nur Minenräumungen durchzuführen, sondern auch die Bevölkerung über die Gefahren im Zusammenhang mit Minen zu informieren. Die Gesellschaft muss über die Risiken und Schutzmöglichkeiten im Falle der Entdeckung explosiver Gegenstände aufgeklärt werden.

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