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Peter Magyar sieht positive Signale in der Rede des US-Vizepräsidenten Jay D. Vance in Budapest

Der Führer der ungarischen Oppositionspartei Tisa, Peter Magyar, äußerte sich optimistisch über den Besuch des US-Vizepräsidenten Jay D. Vance in Budapest und sah in dessen Rede ein positives Signal für seine Partei.

Der ungarische Oppositionsführer Peter Magyar hat seine Einschätzung zum Besuch des US-Vizepräsidenten Jay D. Vance in Budapest abgegeben. In seiner Rede erkannte Magyar positive Signale für seine Partei. Dieser Besuch fand kurz vor den Parlamentswahlen in Ungarn statt, die für den 12. April angesetzt sind. Obwohl Vance in Budapest war, um den amtierenden Premier Viktor Orbán zu unterstützen, glaubt Magyar, dass die Äußerungen des amerikanischen Politikers auf eine mögliche Veränderung im politischen Landschaftsbild des Landes hindeuten.

Am Dienstag, den 7. April, wandte sich Magyar über seine Facebook-Seite an die Öffentlichkeit und hob eine der zentralen Aussagen von Vance hervor: „Egal, wer neuer Premierminister von Ungarn wird, die USA werden mit ihm zusammenarbeiten.“ Diese Erklärung, so Magyar, deutet darauf hin, dass die Vereinigten Staaten Orbán „loslassen“, was neue Möglichkeiten für die oppositionellen Kräfte im Land eröffnen könnte.

Magyar betonte zudem, dass die Regierung von Tisa die USA als priorisierten Partner in militärischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten betrachten werde. Er unterstrich, dass sein Team sich freuen würde, Präsident und Vizepräsident der USA anlässlich des 70. Jahrestages der Revolution von 1956 in Budapest zu empfangen, was eine bedeutende Gelegenheit zur Stärkung der bilateralen Beziehungen darstellen könnte.

Der Besuch von Jay D. Vance in Ungarn begann am 7. April, nur wenige Tage vor den entscheidenden Parlamentswahlen. Während seines Aufenthalts erklärte Vance, dass er zu Orbán gekommen sei, weil er der Ansicht sei, dass die Europäische Union sich in die ungarischen Wahlen „einmischt“. Diese Aussage stieß im Land auf gemischte Reaktionen, da viele darin einen Versuch sehen, den amtierenden Premier zu unterstützen, der über eine erhebliche Rückendeckung durch die regierende Fidesz-Partei verfügt.

Darüber hinaus äußerte der US-Präsident Donald Trump während eines Telefonanrufs auf einer Kundgebung in Budapest seine unmissverständliche Unterstützung für Viktor Orbán. Er sagte: „Ich bin ein großer Bewunderer von Viktor, ich unterstütze ihn voll und ganz, die Vereinigten Staaten unterstützen ihn vollständig.“ Diese Worte bekräftigen die engen Verbindungen zwischen der Trump-Administration und der ungarischen Regierung, könnten jedoch auch Besorgnis unter den oppositionellen Kräften hervorrufen, die eine Veränderung des politischen Kurses im Land anstreben.

Erwähnenswert ist, dass am 1. April die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Daten aus zwei Umfragen berichtete, dass die Oppositionspartei Tisa ihren Abstand zur regierenden Fidesz-Partei von Orbán vor den Parlamentswahlen vergrößert hat. Dies deutet auf mögliche Veränderungen im politischen Landschaftsbild Ungarns hin, die durch die bevorstehenden Wahlen ausgelöst werden könnten. In diesem Zusammenhang könnten Vances Worte einen wichtigen Einfluss auf die politischen Strategien der Opposition und der regierenden Partei haben.