Papst Leo XIV ruft zum Ende der 'Globalisierung der Gleichgültigkeit' in seiner Osterbotschaft für den Frieden auf
Papst Leo XIV hat während seiner traditionellen Osteransprache 'Urbi et Orbi' am Sonntag, den 5. April, zu globalem Frieden aufgerufen und die Mächtigen, die Kriege führen, aufgefordert, die Waffen niederzulegen.
Papst Leo XIV hat am Sonntag, den 5. April, während seiner traditionellen Osterbotschaft 'Urbi et Orbi' (Für die Stadt und die Welt) einen eindringlichen Appell für globalen Frieden ausgesprochen. Er forderte diejenigen, die die Macht haben, Kriege zu führen, auf, die Waffen niederzulegen, wie Vatican News berichtet.
Von der zentralen Loggia der Petersbasilika aus, nach der Ostermesse, wandte sich der Pontifex an eine Welt, die 'von Krieg verwüstet' ist, und wies auf die 'Globalisierung der Gleichgültigkeit' hin. In seiner Ansprache betonte er die Notwendigkeit, den Frieden zu wählen und den Dialog über die Gewalt zu stellen.
“Möge jeder, der eine Waffe hält, sie niederlegen! Mögen diejenigen, die die Macht haben, einen Krieg zu provozieren, den Frieden wählen!” rief der Papst vor Tausenden von Pilgern, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten. “Frieden, der nicht durch Gewalt, sondern durch Dialog erreicht wird; nicht aus dem Wunsch heraus, über andere zu dominieren, sondern um ihnen zu begegnen.”
Papst Leo XIV warnte, dass die Welt sich an Gewalt gewöhnt und gleichgültig gegenüber dem Bösen wird. Um dem entgegenzuwirken, lud er die Gläubigen ein, an einem speziellen Gebet für den Frieden teilzunehmen, das am kommenden Samstag, den 11. April, in der Petersbasilika stattfinden wird.
Der Aufruf des Papstes erfolgt vor dem Hintergrund einer erheblichen Eskalation der Kampfhandlungen in der Ukraine. In einem Telefonat mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Beginn dieser Woche bekundete der Pontifex seine Solidarität mit dem ukrainischen Volk, das mit dem konfrontiert ist, was Selenskyj als 'ostern bedingte Eskalation' bezeichnete.
Trotz des Angebots Kiews für einen symbolischen Waffenstillstand während der Feiertage führten russische Streitkräfte massive Drohnenangriffe und Raketenangriffe in mindestens fünf Regionen durch, was am Freitag und Samstag zu 14 Todesfällen im ganzen Land führte. Selenskyj stellte fest, dass die Angriffe sogar während seines Gesprächs mit dem Papst andauerten und nannte sie eine 'direkte Ablehnung' jeglicher Friedensinitiativen.
Dieser Aufruf zum Frieden und Dialog von Papst Leo XIV ist eine wichtige Erinnerung an die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen, um Frieden in einer von Konflikten geprägten Welt zu erreichen. In Zeiten, in denen Gewalt zur Norm wird, ist es entscheidend, dass die Führer der Länder den Weg der Zusammenarbeit und des Verständnisses wählen, anstatt von Macht und Aggression.