Bildungsombudsfrau über Mobbing unter Lehrern: Bußgelder müssen überarbeitet werden
In einem Interview mit dem ukrainischen Radio äußerte die Bildungsombudsfrau Nadija Leschyk ihre Besorgnis über die Mobbing-Situation an Schulen, insbesondere in Bezug auf Lehrer. Sie forderte eine Überprüfung der derzeitigen Bußgelder, die zwischen 1700 und 3500 Hrywnja liegen.
In einem aktuellen Interview mit dem ukrainischen Radio hat die Bildungsombudsfrau Nadija Leschyk ihre tiefe Besorgnis über die Mobbing-Situation an Schulen geäußert. Besonders im Fokus steht dabei das Mobbing von Lehrern durch Schüler. Leschyk wies darauf hin, dass die bestehenden Bußgelder für Mobbing, die derzeit zwischen 1700 und 3500 Hrywnja liegen, dringend überarbeitet werden müssen. Sie betonte die Notwendigkeit, die Verantwortung der Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zu stärken und die bestehenden Regelungen zu überprüfen.
„Wir müssen die Bußgelder für Mobbing, die aktuell nur zwischen 1700 und 3500 Hrywnja liegen, überdenken. Zudem ist es wichtig, die Verantwortung der Eltern zu erhöhen, wenn sie ihren Erziehungspflichten nicht nachkommen. Es ist entscheidend, dass wir Kinder darin schulen, Konflikte friedlich zu lösen. Darin mangelt es uns in den Bildungseinrichtungen erheblich“, erklärte Leschyk während ihres Auftritts.
Die Bildungsombudsfrau forderte auch die Lehrer auf, Fälle von Mobbing nicht zu verschweigen. Diese können sich in verschiedenen Formen zeigen, wie physischer, psychologischer oder cybermobbingseitiger Gewalt durch Schüler sowie in der Verwendung von obszöner Sprache. Sie betonte die Wichtigkeit, solche Vorfälle zu dokumentieren.
„Wenn Mobbing durch Schüler stattgefunden hat, sollte der Lehrer eine Beschwerde beim Direktor der Bildungseinrichtung oder der Nationalen Polizei einreichen. In der Beschwerde müssen die Fakten klar dargestellt werden: Datum und Uhrzeit, die Person, die die Gewalt ausgeübt hat, usw. Dabei sollte man Emotionen und wertende Urteile vermeiden“, erläuterte Leschyk. Sie wies auch darauf hin, dass der Leiter der Bildungseinrichtung eine entscheidende Rolle bei der Lösung solcher Situationen spielt, indem er eine Kommission zur Untersuchung des Gewaltvorfalls einberuft.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass laut Informationen von Ukrinform Bildungseinrichtungen oft versuchen, Fälle von Mobbing, sowohl unter Schülern als auch unter Lehrern, nicht öffentlich zu machen. Dies bereitet Sorgen, da das Verschweigen solcher Situationen zu einer weiteren Verbreitung und zu einer Verschärfung des Problems führen kann.
Es ist von großer Bedeutung, dass Bildungseinrichtungen nicht nur auf Mobbingfälle reagieren, sondern auch aktiv an deren Prävention arbeiten. Leschyk betonte, dass die Schulung von Kindern im friedlichen Umgang mit Konflikten ein zentraler Bestandteil im Kampf gegen Mobbing ist. Sie rief zu gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten im Bildungsprozess auf, um ein sicheres Lernumfeld zu schaffen.
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