Kyiv Post

Oschadbank beschuldigt Ungarn der Fälschung von Videobeweisen im Fall der Beschlagnahme

Die staatliche Oschadbank der Ukraine erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen die ungarischen Behörden und behauptet, dass diese Videobeweise gefälscht haben, die im Rahmen einer Untersuchung zur Beschlagnahme eines Geldtransportes im März dieses Jahres verwendet wurden.

Die staatliche Oschadbank der Ukraine hat am Mittwoch in einer Erklärung ernsthafte Vorwürfe gegen die ungarischen Behörden erhoben. Der Bank zufolge sollen diese Videobeweise, die von der Nationalen Steuer- und Zollverwaltung Ungarns (NAV) präsentiert wurden, irreführende Untertitel enthalten, die im Originalton nicht vorhanden waren. Oschadbank betont, dass die ungarischsprachigen Untertitel nachträglich hinzugefügt wurden, einschließlich der Phrase "korruptes Geld", die laut der Bank im Originalton nicht vorkam.

Vertreter der Oschadbank erklärten: "Gerade auf dieser speziell hinzugefügten Phrase basieren die Schlussfolgerungen der NAV bezüglich des Zusammenhangs dieses Videos mit dem Fall der illegalen Einbehaltung von Mitteln der Oschadbank." Diese Vorwürfe werfen ein kritisches Licht auf die Integrität der von den ungarischen Behörden durchgeführten Ermittlungen und deren Vorgehensweise bei der Präsentation von Beweismitteln.

Zusätzlich wies die Oschadbank darauf hin, dass das betreffende Video archiviert ist und am 10. März 2025 in der Nähe von Wien während eines Stopps aufgrund eines technischen Defekts im elektrischen System des Fahrzeugs aufgenommen wurde. Die Mitarbeiter hätten eine externe Stromquelle genutzt, um die für die internationale Geldüberweisung erforderlichen Dokumente zu drucken, die ordnungsgemäß von den Zollbehörden der EU und der Ukraine beglaubigt wurden.

Die Bank betonte, dass dies die Rechtmäßigkeit der Transaktion bekräftigt, die gemäß einem internationalen Abkommen mit der österreichischen Raiffeisen Bank durchgeführt wurde, nachdem die ungarischen Behörden am 5. März in Budapest die gepanzerten Fahrzeuge beschlagnahmt hatten, während sie 79 Millionen Dollar in bar und Gold von Österreich in die Ukraine transportierten.

Diese Situation hat breite öffentliche Aufmerksamkeit erregt, da, obwohl sieben ukrainische Mitarbeiter am folgenden Tag entlassen wurden und das Fahrzeug nach einigen Tagen zurückgegeben wurde, die finanziellen Mittel weiterhin unter ungarischer Kontrolle stehen, während die Ermittlungen andauern. Die ungarischen Behörden haben sich in dieser Angelegenheit nicht öffentlich geäußert, was die Spekulationen über die Rechtmäßigkeit ihrer Handlungen weiter anheizt.

Im Kontext des seit 2022 andauernden Krieges in der Ukraine werden solche Vorfälle zunehmend häufiger, da die Länder, die die Ukraine unterstützen, versuchen, ihre Interessen und Ressourcen zu schützen. Die Oschadbank, als einer der größten Staatsbanken der Ukraine, setzt ihren Kampf um ihre Rechte und die Rechtmäßigkeit ihrer Handlungen im internationalen Finanzumfeld fort. Diese Auseinandersetzung könnte weitreichende Folgen für die Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn sowie für die internationale Gemeinschaft haben, die die Ukraine in ihrem Bestreben unterstützt, ihre Souveränität und wirtschaftliche Stabilität zu wahren.