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Orban bietet Putin seine Hilfe in «allen Angelegenheiten» an - Bloomberg

In einem Telefonat am 17. Oktober gratulierte der ungarische Premier Viktor Orban dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu seinem 73. Geburtstag und bekräftigte seine Unterstützung für Russland.

In einem Telefonat, das am 17. Oktober stattfand, wandte sich der ungarische Premier Viktor Orban an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, um ihm zu seinem 73. Geburtstag zu gratulieren, der Anfang Oktober gefeiert wurde. Diese Kommunikation, deren Inhalt erstmals durch ein vom ungarischen Regierung veröffentlichtes Transkript bekannt wurde und von Bloomberg eingesehen wurde, verdeutlicht, dass die ungarische Regierung weiterhin eine Politik der Unterstützung Russlands verfolgt.

Laut Informationen, die von Ukrinform bereitgestellt wurden, erklärte Orban während des Gesprächs: „Gestern hat unsere Freundschaft ein so hohes Niveau erreicht, dass ich in jeder Hinsicht helfen kann.“ Er fügte hinzu: „In jeder Angelegenheit, in der ich nützlich sein kann, stehe ich zu Ihren Diensten.“ Diese Äußerungen unterstreichen die Bereitschaft des ungarischen Premiers, Russland bei allen möglichen Initiativen zu unterstützen.

Um seine Position zu verdeutlichen, erwähnte Orban die Fabel von Aesop über die Maus, die den Löwen aus einem Netz befreit, nachdem dieser ihr Leben verschont hatte. Diese Bemerkung sorgte für Lachen bei Putin, was auf die freundliche Atmosphäre des Gesprächs hinweist. Der Großteil des Dialogs war geprägt von gegenseitigen Komplimenten zwischen den beiden Führern sowie dem US-Präsidenten Donald Trump. Orban äußerte Bedauern darüber, dass sie sich nicht regelmäßig persönlich treffen konnten, wie es vor der Covid-Pandemie der Fall war, und bemerkte, dass ihre Freundschaft seit ihrem ersten Treffen in St. Petersburg im Jahr 2009 gewachsen ist.

Putin seinerseits lobte die „unabhängige und flexible“ Haltung Ungarns in Bezug auf seinen Krieg gegen die Ukraine. Gemäß dem Transkript war das Hauptziel des Telefonats die Diskussion über die Möglichkeit eines Treffens von Vertretern der USA und Russlands in Ungarn, über das bereits zuvor gesprochen worden war. Putin informierte Orban über Schritte, die zu diesem Treffen führen könnten, beginnend mit einem potenziellen Treffen zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem US-Senator Marco Rubio.

Putin schlug außerdem vor, den ungarischen Außenminister Peter Szijjarto in die Diskussionen einzubeziehen. Trotz all dieser Gespräche fand das Treffen jedoch nicht statt. Putin betonte, dass Ungarn eines der wenigen, möglicherweise das einzige europäische Land sei, das als Ort für dieses Treffen in Betracht gezogen werden könne, und stimmte der Einschätzung Trumps zu, dass dies ein geeigneter Ort sei, da Orban ein Freund beider Präsidenten ist.

Das Gespräch endete mit Fragen zum Gesundheitszustand des jeweils anderen, was den persönlichen Charakter ihrer Beziehungen unterstreicht. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Orban und Putin bereits am 3. März ein Telefonat hatten, in dem der russische Führer die „grundsätzliche Position Ungarns“ in Bezug auf die Ukraine hoch schätzte. Sie tauschten auch Gedanken über die Umsetzung der Vereinbarungen aus, die während Orban's Besuch in Moskau am 28. November getroffen wurden, als sie sich zum 14. Mal trafen.

Die Beziehungen zwischen Orbans Regierung und dem Kreml stehen zunehmend unter Beobachtung, da die Ungarn sich auf die Wahlen am 12. April vorbereiten. Umfragen deuten darauf hin, dass Orban nach 16 Jahren an der Macht möglicherweise abgewählt werden könnte. Ungarn spricht sich gegen Hilfe für die Ukraine aus, und Orbans Wahlkampf stellt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als Staatsfeind dar. Orbans Gegner, der Oppositionsführer Peter Magyar, hat versprochen, Ungarn wieder in den europäischen Kreis zurückzuführen und es von Moskau abzuwenden, sollte er die Wahlen gewinnen.

Darüber hinaus haben Journalisten kürzlich eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigt, dass der ungarische Außenminister Peter Szijjarto seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow über Schritte berichtete, die er unternahm, um die EU dazu zu bringen, die Sanktionen gegen die Schwester des unter Sanktionen stehenden russischen Oligarchen Alischer Usmanow, Gulbakhor Ismailova, aufzuheben. In Reaktion darauf beschuldigte Szijjarto ausländische Geheimdienste, sein Telefon abgehört zu haben.

Im Kontext dieser Ereignisse ist es wichtig, die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen Ungarn und Russland sowie den Einfluss dieser Beziehungen auf die politische Situation in Ungarn und in Europa insgesamt zu beobachten.