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Orban schlägt in Gespräch mit Putin vor, 'Maus' zur Unterstützung Russlands zu werden – Bloomberg

Das Nachrichtenagentur Bloomberg hat neue Details zu einem Telefonat zwischen dem ungarischen Premierminister Viktor Orban und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 17. Oktober veröffentlicht. In diesem Gespräch bekräftigte Orban seine Freundschaft mit Putin und bot seine Unterstützung zur Beilegung des Konflikts in der Ukraine an.

Die Telefonkonversation zwischen Viktor Orban und Wladimir Putin, die am 17. Oktober stattfand, hat durch die Veröffentlichung von Bloomberg an Bedeutung gewonnen. Orban versicherte Putin nicht nur seine Freundschaft, sondern auch seine Bereitschaft, aktiv zur Lösung des Konflikts in der Ukraine beizutragen. Er schlug vor, einen Gipfel in Budapest abzuhalten, um die Gespräche voranzutreiben und mögliche Lösungen zu erörtern.

Gemäß dem Protokoll des Gesprächs betonte Orban, dass er bereit sei, alle Anstrengungen zu unternehmen, um Putin zu unterstützen. "Gestern hat unsere Freundschaft ein so hohes Niveau erreicht, dass ich auf jede erdenkliche Weise helfen kann. In jeder Angelegenheit, in der ich nützlich sein kann, stehe ich zu Ihren Diensten", erklärte er und demonstrierte damit seine Loyalität gegenüber dem russischen Führer.

Um seine Gedanken zu veranschaulichen, erwähnte Orban ein beliebtes ungarisches Kinderbuch über eine Maus, die einen Löwen aus einer Falle befreit, nachdem dieser ihr zuvor das Leben geschenkt hatte. Diese Metapher sorgte für Gelächter bei Putin und deutet auf die freundliche Atmosphäre des Gesprächs hin.

Ein Großteil des Gesprächs war dem Austausch von Komplimenten und der Diskussion über den amerikanischen Präsidenten Donald Trump gewidmet. Orban stellte fest, dass ihre Freundschaft seit ihrer Entstehung in St. Petersburg im Jahr 2009 gewachsen ist, was die langanhaltenden Beziehungen zwischen den beiden Führern unterstreicht.

"Je mehr Freunde wir finden, desto mehr Möglichkeiten haben wir, unseren Gegnern entgegenzutreten", sagte Orban und betonte die Wichtigkeit internationaler Unterstützung für Ungarn. Er äußerte auch Bedauern darüber, dass persönliche Treffen mit Putin aufgrund der COVID-19-Pandemie selten geworden sind, was seiner Meinung nach die Zusammenarbeit erschwert.

Putin seinerseits lobte die "unabhängige und flexible" Position Ungarns in Bezug auf seinen Krieg gegen die Ukraine und merkte an, dass "es für uns unverständlich ist, dass eine so ausgewogene, maßvolle Position nur Widerspruch hervorruft". Dies deutet darauf hin, dass Russland die Unterstützung Ungarns trotz des internationalen Drucks schätzt.

Das Hauptziel des Gesprächs im Oktober war die Diskussion über die Möglichkeit eines Treffens zwischen den USA und Russland in Ungarn. Allerdings wurde im Protokoll vermerkt, dass der Gipfel in Budapest nicht stattfand, was auf Schwierigkeiten bei der Erreichung eines Konsenses zwischen den Großmächten hindeuten könnte.

Es ist erwähnenswert, dass die Details des Gesprächs zwischen Orban und Putin im Kontext eines Skandals veröffentlicht wurden, der mit der Leaks des Gesprächs des ungarischen Außenministers Peter Szijjarto mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow verbunden ist. Am 31. März wurden in den Medien Audioaufnahmen veröffentlicht, die Licht auf ihre Kontakte werfen, insbesondere im Hinblick auf den Skandal über die mögliche Weitergabe von Informationen durch Budapest an Moskau über vertrauliche Diskussionen in der EU.

Unter den diskutierten Themen war auch das Lobbying von Szijjarto zur Aufhebung der EU-Sanktionen gegen die Schwester des russischen Oligarchen Alischer Usmanow – Gulbahor Ismailova. Danach kritisierte Szijjarto erneut die Sanktionspolitik der Europäischen Union gegen Russland und erklärte, dass er "regelmäßig mit den Außenministern vieler anderer Länder, die nicht zur EU gehören, über die Sanktionen konsultiert hat".

Die Europäische Kommission hat bereits darauf hingewiesen, dass Szijjarto Warnungen bezüglich der Unzulässigkeit der Offenlegung von Informationen aus den Sitzungen des EU-Rates erhalten hat, was die Ernsthaftigkeit der Situation und die möglichen Konsequenzen für die ungarische Regierung unterstreicht.