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Orbán und Szijjártó bringen den Ungarn in der Ukraine nichts Gutes - Leiter der ungarischen Gemeinschaft in Kiew

Bei einem runden Tisch im Ukrinform, der dem Thema "Faktor Orbán: Russischer Einfluss auf die Außenpolitik Ungarns gegenüber der Ukraine" gewidmet war, äußerte der Leiter der ungarischen Gemeinschaft in Kiew, Tompa, seine Besorgnis über die Handlungen ungarischer Politiker, insbesondere Viktor Orbán und Péter Szijjártó.

Bei einem runden Tisch im Ukrinform, der dem Thema "Faktor Orbán: Russischer Einfluss auf die Außenpolitik Ungarns gegenüber der Ukraine" gewidmet war, äußerte der Leiter der ungarischen Gemeinschaft in Kiew, Tompa, seine Besorgnis über die Handlungen ungarischer Politiker, insbesondere Viktor Orbán und Péter Szijjártó. Er betonte, dass deren Eingriffe in das Leben der ungarischen Gemeinschaft in der Ukraine keinerlei Nutzen bringen, sondern im Gegenteil schädlich sind.

"Ich habe mehrmals Viktor Orbán und Péter Szijjártó in meiner Muttersprache, Ungarisch, gebeten, sich nicht in das Leben der ungarischen Gemeinschaft in der Ukraine einzumischen, da sie uns nichts Gutes gebracht haben und auch nicht bringen werden. Leider wollen weder Orbán noch Szijjártó das hören. Sie nutzen weiterhin die Ungarn in der Ukraine für ihre schändlichen Zwecke", bemerkte Tompa und hob die negativen Folgen eines solchen Eingreifens hervor.

Als Antwort auf die Behauptungen, dass die Ukraine angeblich ungarischsprachige Schulen geschlossen habe, erinnerte Tompa daran, dass es trotz der großen ukrainischen Gemeinschaft in Ungarn dort keine einzige ukrainischsprachige Schule gibt, in der Fächer auf Ukrainisch unterrichtet werden. Im Gegensatz dazu gibt es in Transkarpatien ein ganzes System ungarischsprachiger Bildung, das 97 Mittelschulen umfasst, in denen praktisch alle Fächer, bis auf die ukrainische Sprache, auf Ungarisch unterrichtet werden.

"Heute gibt es ein ganzes System ungarischsprachiger Bildung, beginnend vom Kindergarten bis zur Universität – in Uschhorod gibt es sogar spezielle Fakultäten, an denen für die ungarische Minderheit auf Ungarisch unterrichtet wird. Aus irgendeinem Grund vergisst Orbán, darüber zu sprechen", wies der Vertreter der ungarischen Gemeinschaft hin und betonte die Bedeutung der Bildung für die Integration der Ungarn in die ukrainische Gesellschaft.

Tompa stellte auch fest, dass die ungarische Minderheit in der Ukraine aufgrund der Politik Ungarns nicht in die ukrainische Gesellschaft integriert werden kann, da sie die ukrainische Sprache nicht beherrschen. Dies sei seiner Meinung nach ein ernsthaftes Hindernis für die Entwicklung der ungarischen Gemeinschaft in der Ukraine.

Darüber hinaus äußerte er die Überzeugung, dass sich die Ukraine von den Äußerungen Orbáns distanzieren sollte, insbesondere vor den Parlamentswahlen in Ungarn, die am 12. April stattfinden werden. Tompa betonte die Wichtigkeit, die Position der Nichteinmischung in die Innenpolitik anderer Länder zu wahren, was ein entscheidender Aspekt für die Stabilität in der Region sei.

Es sei daran erinnert, dass die ungarische rechtszentristische Partei "Tisza" unter der Führung von Péter Mádjár vor den Parlamentswahlen den Abstand zur regierenden Partei "Fidesz" von Premierminister Viktor Orbán vergrößert hat, was auf mögliche Veränderungen im politischen Landschaft Ungarns hindeutet.

Diese Situation sorgt nicht nur unter den Ungarn in der Ukraine für Besorgnis, sondern auch im weiteren Kontext der ukrainisch-ungarischen Beziehungen, die einer sorgfältigen Überwachung und einem Dialog zwischen den Parteien bedürfen.

Erstes Foto: Orbán Viktor/Facebook

Foto im Text: Hennadiy Minchenko, Ukrinform

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