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Besteuerung internationaler Pakete: Negative Auswirkungen auf die ukrainische Wirtschaft

Vladimir Popereschnyuk, Mitinhaber der NOVA Unternehmensgruppe, warnt vor den ernsthaften wirtschaftlichen Folgen der geplanten Besteuerung internationaler Pakete im Wert von bis zu 150 Euro. Er betont, dass dieses Gesetz die Lebensqualität der Ukrainer sowie die Arbeit heimischer Hersteller und Einzelhändler beeinträchtigen könnte.

Vladimir Popereschnyuk, Mitinhaber der Unternehmensgruppe NOVA, zu der auch die bekannte Logistikfirma Nova Poshta gehört, hat eindringlich gewarnt, dass die Einführung einer Besteuerung für internationale Pakete im Wert von bis zu 150 Euro der ukrainischen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen könnte. Er erklärte, dass dieses neue Gesetz nicht nur negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bürger haben würde, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Produzenten und Einzelhändler gefährden könnte. Trotz der erklärten Absicht des Gesetzgebers, die ukrainischen Hersteller und Einzelhändler zu schützen, könnten die tatsächlichen Folgen genau das Gegenteil bewirken.

Popereschnyuk unterstrich die Unveränderlichkeit wirtschaftlicher Gesetze und erläuterte, dass die Wirtschaft kein Nullsummenspiel ist, bei dem der Gewinn eines Teilnehmers zwangsläufig den Verlust eines anderen bedeutet. Vielmehr sei die Wirtschaft ein zusammenhängendes Ökosystem, in dem das Wachstum einzelner Unternehmen auch positive Effekte für andere haben kann. Dies gelte häufig auch für direkte Wettbewerber, die in einem harten Marktumfeld gleichzeitig wachsen können.

Dennoch, so Popereschnyuk, habe dieses Phänomen auch eine Kehrseite. Wenn Druck auf kleine Akteure, Mikro-Unternehmer und Privatpersonen ausgeübt werde, wirke sich dies negativ auf alle Branchen und den großen Geschäftsbereich aus. Ein Anstieg des allgemeinen Steuerdrucks auf die Wirtschaft beeinflusse alle Arten und Größen von Unternehmen und könne deren Wettbewerbsfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Aktuell haben die Ukrainer die Möglichkeit, sowohl inländische als auch importierte Waren in ukrainischen Einzelhandelsgeschäften, Online-Shops und auf globalen Marktplätzen zu kaufen. Dies fördere das Wachstum der Verkaufszahlen in all diesen Sektoren. Die Vielfalt des Angebots ermögliche es den Menschen, ein Maximum an Wohlstand zu erreichen, während die Wirtschaft insgesamt floriert.

Die Einführung der Besteuerung internationaler Pakete würde jedoch zu höheren Ausgaben der Ukrainer für Importe führen. Dies würde sich negativ auf den Binnenmarkt auswirken. Einfach ausgedrückt bedeutet die Verteuerung von Einkäufen im Ausland, dass den Menschen weniger Geld für Käufe bei ukrainischen Herstellern und Einzelhändlern bleibt.

Popereschnyuk äußerte zudem Zweifel daran, dass die Ukrainer massenhaft beginnen würden, in lokalen Geschäften einzukaufen. Seiner Meinung nach kaufen die Ukrainer bereits jetzt bei lokalen Herstellern, wenn Preis und Qualität stimmen. Allerdings beschränkten sie sich nicht nur auf diese Käufe, da sie auf Importplattformen Produkte finden könnten, die es in der Ukraine nicht gibt und die auch nicht produziert werden können. Wie Popereschnyuk anmerkte, macht die Ukraine nur 0,2 % der Weltbevölkerung aus, und es sei unmöglich, das gesamte Spektrum einzigartiger und günstiger Produkte, die in anderen Ländern hergestellt werden, zu ersetzen.

Darüber hinaus ist die Welt groß, und die Auswahl an Waren, die in verschiedenen Ländern hergestellt werden, ist enorm. Daher ist Popereschnyuks Ansicht nach nicht sinnvoll, den Ukrainern die Wahlmöglichkeiten zu nehmen, da dies die Entwicklung der gesamten Wirtschaft bremsen könnte. Er appellierte an die Verantwortlichen, bei Fragen der Besteuerung Vorsicht walten zu lassen, da dies weitreichende Folgen für alle Marktteilnehmer haben könnte.

Der Text wurde mit Genehmigung des Autors veröffentlicht.

Tags: Paketsteuer, Vladimir Popereschnyuk, ukrainische Wirtschaft, ukrainische Hersteller.