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Leiter des Boxverbands Luhansk wegen Organisation illegaler Ausreisen von Wehrpflichtigen festgenommen

Der Leiter des Boxverbands Luhansk, Oleksandr Matrosov, wurde von den Strafverfolgungsbehörden festgenommen, da er verdächtigt wird, eine illegale Ausreisemethode für Wehrpflichtige organisiert zu haben, die über fiktive Arbeitsverhältnisse in Unternehmen der kritischen Infrastruktur durchgeführt wurde.

Die ukrainische Nationalpolizei hat den Leiter des Boxverbands Luhansk, Oleksandr Matrosov, festgenommen. Er wird beschuldigt, eine kriminelle Organisation geleitet zu haben, die es Wehrpflichtigen ermöglichte, illegal ins Ausland zu reisen, indem sie fiktive Arbeitsverhältnisse in einem Unternehmen der kritischen Infrastruktur vorgaben.

Nach Angaben des Büros des Generalstaatsanwalts (OGP) wurde im Rahmen der Ermittlungen vier Mitgliedern der organisierten Gruppe der Vorwurf gemacht, eine illegale Ausreise von Wehrpflichtigen aus der Ukraine organisiert zu haben. Diese Methode umfasste die Erstellung von gefälschten Arbeitsverträgen und die „Reservierung“ von Wehrpflichtigen, gefolgt von der illegalen Überführung nach Moldawien außerhalb der offiziellen Grenzübergänge.

Die Ermittler haben herausgefunden, dass Matrosov als Hauptverdächtiger in diesem Fall gilt und drei Komplizen in die Machenschaften involviert waren. Die kriminelle Organisation operierte in mehreren Städten, darunter Odessa, Kiew, Mykolajiw und Ternopil.

Die Ermittlungen zeigen, dass die „Kunden“ der Organisation auf ein kontrolliertes Unternehmen in Kiew registriert wurden, das über Quoten für Reservierungen verfügte und in der Lage war, Dienstreisen zu organisieren. Dies ermöglichte es den Wehrpflichtigen, eine Mobilitätsaufschub zu erhalten und die Ukraine zu verlassen.

Die Kosten für diese „Dienstleistungen“ beliefen sich auf bis zu 8.000 US-Dollar für ein fiktives Arbeitsverhältnis mit Reservierung, 10.000 US-Dollar für die Ausstellung einer Dienstreise und 15.000 US-Dollar für die illegale Überführung über die Grenze. Darüber hinaus mussten die Kunden monatlich weitere 10.000 Hrywnja zahlen.

Vorläufigen Informationen zufolge haben mindestens 40 Personen von diesem illegalen Schema Gebrauch gemacht.

Im Zuge von Durchsuchungen beschlagnahmten die Strafverfolgungsbehörden über 5 Millionen Hrywnja, technische Geräte, Telefone, Dokumente und handschriftliche Notizen.

Den Beschuldigten wird das illegale Überführen von Personen über die Staatsgrenze sowie die Behinderung der rechtmäßigen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte vorgeworfen. Zwei Verdächtige wurden in Gewahrsam genommen, wobei eine Kaution von 2,6 Millionen Hrywnja möglich ist, während die anderen beiden ohne Kautionsrecht festgehalten werden.