Neue IWF-Programm in der Ukraine: Fokus auf den Kampf gegen die Schattenwirtschaft und politische Krise im Parlament
In der Ukraine hat ein neues Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) begonnen, das überraschenderweise auf die Bekämpfung der Schattenwirtschaft ausgerichtet ist. Dies wurde während einer Diskussionsrunde mit dem Titel "Dialoge mit NV. Wirtschaft und europäische Integration" erörtert, die von dem Investmentbanker Serhiy Furса moderiert wurde.
In der Ukraine hat ein neues Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) begonnen, das überraschenderweise auf die Bekämpfung der Schattenwirtschaft ausgerichtet ist. Dies wurde während einer Diskussionsrunde mit dem Titel "Dialoge mit NV. Wirtschaft und europäische Integration" erörtert, die von dem Investmentbanker Serhiy Furса moderiert wurde.
Die Experten wiesen darauf hin, dass das Hauptziel des neuen Programms darin besteht, die Finanzierung für die Ukraine in Kriegszeiten sicherzustellen. Das Programm, das am 26. Februar genehmigt wurde, sieht vor, der Ukraine über einen Zeitraum von vier Jahren 8,1 Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Diese Finanzierung wird entscheidend sein, um das finanzielle Defizit des Landes bis 2029 zu decken, das auf etwa 136 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
Prishila Tofano, eine der Expertinnen, betonte, dass die Ukraine ihre eigenen Ressourcen mobilisieren müsse, um den Krieg zu führen. "Es ist notwendig, die Armee zu bezahlen und die Energieinfrastruktur zu reparieren, die durch die Aggression Russlands zerstört wird. Die externe Finanzierung reicht nicht aus, daher muss die Ukraine interne Ressourcen finden", hob sie hervor.
Die Expertin erklärte, dass die Ukraine zur Mobilisierung interner Ressourcen entweder die Einnahmen erhöhen oder die Ausgaben senken könne. Allerdings sei es laut ihr schwierig, die Ausgaben zu kürzen, da die sozialen Ausgaben bereits sehr niedrig seien. Daher müsse die Regierung den Fokus auf die Erhöhung der Steuereinnahmen legen.
Doch es stellt sich die Frage: Was genau sollte besteuert werden? "Das reale Einkommen pro Kopf in der Ukraine hat fast das Niveau vor dem Krieg erreicht, aber der reale private Konsum pro Kopf ist höher. Daher könnte die Besteuerung des Konsums eine sinnvolle Wahl sein", bemerkte Tofano. Sie fügte hinzu, dass Reiche mehr konsumieren, weshalb die Besteuerung des Konsums eine gerechte Lösung sein könnte.
Zu den Vorschlägen der Regierung gehört die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes (MwSt) oder die Erweiterung der Steuersätze. Als der IWF die Ukraine aufforderte, den MwSt-Satz zu erhöhen, äußerten Regierung und Wirtschaft Bedenken, warum die Steuersätze für diejenigen erhöht werden, die bereits Steuern zahlen, und nicht für diejenigen, die sich der Zahlung entziehen. Diese Frage wurde im Kontext des Kampfes gegen die Schattenwirtschaft wichtig.
Danilo Hetmanzev, ein weiterer Experte, betonte, dass die Änderungen, die der IWF verlangt, für die Ukraine notwendig sind, um die Armee zu finanzieren und eine gerechte Verteilung der Mittel zu gewährleisten. "Schattenwirtschaft und Korruption sind dasselbe. Die Entkriminalisierung bedeutet gleiche Spielregeln", erklärte er und unterstrich die Bedeutung des Kampfes gegen die Schattenwirtschaft für die Schaffung einer zivilisierten Gesellschaft.
Hetmanzev wies auch darauf hin, dass es in der Ukraine viele Unternehmen gibt, die legal arbeiten, aber auch solche, die unrechtmäßige Vorteile erhalten. "Das System, das kleinen Unternehmen die Steuervermeidung ermöglicht, ist ein ernstes Problem", betonte er.
Abschließend hoben die Experten die Wichtigkeit der Mobilisierung von Ressourcen für den Krieg und die Notwendigkeit der Überwindung der politischen Krise im Parlament hervor. Ohne die Unterstützung der Gesetzgeber könnte die Umsetzung des IWF-Programms gefährdet sein, was die Situation für die Ukraine in Kriegszeiten weiter erschweren würde.