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Niederländische ING Bank konnte sich nicht von ihrem Geschäft in Russland trennen

Die niederländische ING Bank, eine der führenden Finanzinstitutionen Europas, hat es nicht geschafft, ihr Geschäft in Russland zu verkaufen. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nachrichtenagentur Ukrinform veröffentlicht hat.

Die niederländische ING Bank, eine der führenden Finanzinstitutionen Europas, hat es nicht geschafft, ihr Geschäft in Russland zu verkaufen. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nachrichtenagentur Ukrinform veröffentlicht hat, und bezieht sich auf eine Erklärung des Bankinstituts selbst.

In der Erklärung der ING Bank wird festgestellt, dass die Vereinbarung über den Verkauf der russischen Tochtergesellschaft ING Bank (Eurasia) abgebrochen wurde. Der potenzielle Käufer war das Unternehmen Global Development, jedoch wurde die Transaktion aufgrund fehlender erforderlicher regulatorischer Genehmigungen abgesagt, was den Prozess der Übertragung von Vermögenswerten erheblich erschwert.

Die Bank bestätigte, dass sie den Kaufvertrag bereits aufgelöst hat. Sie betonte, dass es derzeit keine realistischen Gründe gibt, zu hoffen, dass der Käufer alle notwendigen Genehmigungen für den Abschluss des Geschäfts erhalten kann. Gleichzeitig hebt die ING Bank hervor, dass ihre Position unverändert bleibt: Sie streben danach, sich vollständig aus dem russischen Markt zurückzuziehen.

Die Bank stellte zudem fest, dass die Entscheidung, den Vertrag aufzulösen, nach einer Bewertung der Situation getroffen wurde, die zeigte, dass es gegenwärtig keine realistischen Erwartungen gibt, dass der Käufer alle erforderlichen Genehmigungen erhalten kann. Dies verdeutlicht die ernsthaften Schwierigkeiten, mit denen westliche Unternehmen konfrontiert sind, die versuchen, ihre Präsenz in Russland zu verringern.

Seit dem Beginn des umfassenden Krieges Russlands gegen die Ukraine im Jahr 2022 hat die ING Bank neue Geschäfte mit russischen Kunden eingestellt und ihre Präsenz im Land erheblich reduziert. Darüber hinaus trennt die Bank schrittweise ihr russisches Geschäft von ihren globalen Systemen, was ihren ernsthaften Willen zeigt, sich vom russischen Markt zurückzuziehen.

Laut Angaben der ING Bank ist das Niveau der finanziellen Einlagen von russischen Kunden, die außerhalb Russlands getätigt wurden, bereits um fast 90 % gesunken. Dies zeigt, dass die Bank aktiv daran arbeitet, ihre finanziellen Verpflichtungen in Russland zu reduzieren, trotz der Schwierigkeiten, die mit dem Verkauf von Vermögenswerten verbunden sind.

Die ING Bank betont, dass trotz der Schwierigkeiten beim Verkauf der Kurs auf den Rückzug aus dem russischen Markt für die Bank nach wie vor Priorität hat. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, Risiken zu minimieren und die Stabilität der finanziellen Operationen zu erhöhen.

Es ist erwähnenswert, dass die ING Bank nicht die einzige westliche Bank ist, die versucht, ihre Präsenz in Russland zu reduzieren. Ein Beispiel ist die amerikanische Citibank, die bereits im Jahr 2025 vollständig aus Russland ausgeschieden ist. Am 12. November 2024 wurde bekannt gegeben, dass der Präsident Russlands, Wladimir Putin, eine Verfügung unterzeichnet hat, die den Verkauf der russischen Tochtergesellschaft von Citi an die Finanzgruppe Renaissance Capital ermöglichte.

Im Jahr 2024 stellte die Citibank den Service aller ihrer Debitkarten ein und stoppte auch die Transaktionen über das System für schnelle Zahlungen der Zentralbank, Überweisungen, die Abhebung von Bargeld an Terminals und vieles mehr. Im November 2024 schloss Citi die letzte aktive Filiale in Moskau, die mit Privatkunden arbeitete. Im Oktober 2025 stellte die Bank den Service aller Spar- und Anlagekonten in Russland ein.

Somit bleibt die Situation auf dem Finanzmarkt Russlands für westliche Banken, die versuchen, einen Ausweg aus einem immer unberechenbareren Markt zu finden, kompliziert. Die ING Bank, wie auch andere westliche Finanzinstitute, sucht weiterhin nach Möglichkeiten, ihre Risiken zu verringern, indem sie sich auf den Rückzug aus dem russischen Markt konzentriert.

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