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Wissenschaftler der Universität Kalifornien in San Francisco entdecken Mechanismus des Neuronensterbens bei Multipler Sklerose

Wissenschaftler der Universität Kalifornien in San Francisco haben einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der Natur der Multiplen Sklerose (MS) erzielt. Professor Fancy vom Weill Institute for Neuroscience erklärte, dass es dem Team gelungen ist, einen spezifischen Mechanismus zu identifizieren, der das Sterben von verletzlichen Neuronen im Gehirn von Patienten erklärt.

Wissenschaftler der Universität Kalifornien in San Francisco haben einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der Natur der Multiplen Sklerose (MS) erzielt. Professor Fancy vom Weill Institute for Neuroscience erklärte, dass es dem Team gelungen ist, einen spezifischen Mechanismus zu identifizieren, der das Sterben von verletzlichen Neuronen im Gehirn von Patienten erklärt. Dieses bahnbrechende Entdeckung könnte den Ansatz zur Behandlung und Prognose der Krankheit grundlegend verändern.

Ein entscheidender Faktor für die Neurodegeneration bei Multipler Sklerose ist der Verlust von Myelin. Myelin ist eine spezielle Hülle, die die Nervenfasern (Axone) umgibt. Die Wissenschaftler vergleichen seine Rolle mit der Kunststoffisolierung elektrischer Drähte: Sie schützt die Fasern und sorgt für eine schnelle und effektive Übertragung von Impulsen zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns. Diese mit Myelin umhüllten Axone bilden die weiße Substanz des Gehirns, die sich unter den äußeren Schichten befindet.

Wenn Myelin beschädigt wird, beginnt die weiße Substanz zu zerfallen, was zu einem Bruch der Verbindungen zwischen den Neuronen führt. Genau dieser Prozess verursacht die charakteristischen Symptome der Multiplen Sklerose: Sehstörungen, Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen, Muskelschwäche, schmerzhafte Krämpfe und Verlust des Gleichgewichts.

Die Krankheit hat eine komplexe Struktur und wird in vier Haupttypen unterteilt. Die schubförmige MS ist die häufigste Form, bei der sich Phasen der Verschlechterung der Symptome mit Phasen der teilweisen oder vollständigen Genesung abwechseln. Die sekundär progrediente MS ist eine Phase, in die oft die schubförmige Form übergeht, und ist durch eine allmähliche und stetige Verschlechterung des Zustands gekennzeichnet. Die primär progrediente MS wird bei einer kleinen Anzahl von Patienten diagnostiziert und unterscheidet sich durch das Fortschreiten der Krankheit von Anfang an ohne klare Remissionsphasen.

Professor Fancy betont, dass das Verständnis, warum bestimmte Neuronen anfällig werden und nach dem Verlust der Myelinschicht absterben, von entscheidender Bedeutung ist. Da sich die Krankheit bei jedem Patienten individuell manifestiert — von langanhaltender Stabilität bis hin zu einem raschen Fortschreiten der Behinderung — wird der entdeckte Mechanismus den Wissenschaftlern ermöglichen, gezieltere Therapien zu entwickeln, die darauf abzielen, die Integrität der weißen Substanz zu bewahren und die Nervenfasern vor endgültiger Zerstörung zu schützen.

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