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Stadtoberhaupt in der Region Kiew wegen Falschangaben in Deklarationen und Zerstörung eines archäologischen Denkmals vor Gericht

Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Bürgermeister einer Stadt in der Region Kiew erhoben. Ihm wird vorgeworfen, wissentlich falsche Angaben in seinen Deklarationen gemacht und ein nationales archäologisches Erbe absichtlich zerstört zu haben.

Der Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine hat bekannt gegeben, dass ein Anklageakt gegen den Bürgermeister einer Stadt in der Region Kiew vor Gericht gebracht wurde. Ihm wird vorgeworfen, absichtlich falsche Informationen in seinen Deklarationen eingetragen zu haben, sowie die absichtliche Zerstörung eines archäologischen Objekts von nationaler Bedeutung. Dieser Fall hat in der Gesellschaft erhebliches Aufsehen erregt, da es sich um eine Gesetzesverletzung durch eine Person handelt, die die Interessen der Gemeinschaft schützen sollte.

Nach den Ermittlungen hat der Angeklagte über einen Zeitraum von drei Jahren systematisch Deklarationen mit erheblichen falschen Angaben eingereicht. Insbesondere hat er eine Immobilie, die auf einen Familienangehörigen registriert ist und einen Wert von über 7,2 Millionen Hrywnja hat, nicht deklariert. Darüber hinaus wurden in den Deklarationen keine Geldmittel auf Konten sowie finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 600.000 Hrywnja aufgeführt. Somit hat er jährlich Informationen im Gesamtwert von über 9 Millionen Hrywnja verborgen, was eine schwerwiegende Gesetzesverletzung darstellt.

Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, hat dieser Beamte im Jahr 2025, ohne die erforderlichen Genehmigungen, Erdarbeiten an einem archäologischen Denkmal von nationaler Bedeutung organisiert und tatsächlich durchgeführt. Auf seine Anweisung hin wurde Spezialtechnik eingesetzt, die eine Grube ausgehoben und die Kulturschicht abgetragen hat, die Überreste von Klostergebäuden aus dem 18. Jahrhundert, Gräber und Objekte aus der Kiewer Rus enthielt. Dies zeugt von einer groben Missachtung der Gesetzgebung und des archäologischen Erbes des Landes.

Durch diese Handlungen entstanden dem Staat Schäden in Höhe von über 18,9 Millionen Hrywnja. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung der Gesetzgebung zum Schutz des kulturellen Erbes und die Notwendigkeit der Verantwortung von Beamten für ihr Handeln. In der Ukraine gibt es zahlreiche Gesetze, die Fragen des Schutzes archäologischer Denkmäler regeln, und deren Verletzungen dürfen nicht ungestraft bleiben.

Der Fall des Bürgermeisters wird bereits aktiv in der Gesellschaft diskutiert, da er Fragen des Vertrauens in die lokalen Selbstverwaltungsorgane und deren Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft aufwirft. Die Bürger erwarten, dass solche Fälle gründlich untersucht werden und die Schuldigen bestraft werden, um ähnliche Verbrechen in der Zukunft zu verhindern. Es ist wichtig, dass die staatlichen Organe weiterhin gegen Korruption kämpfen und das kulturelle Erbe der Ukraine schützen.